Fußball

Süle läuft, Sané kickt wieder Löw hält wenig von Nübels Wechsel

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"Grundsätzlich bin ich ein Befürworter davon, dass junge Spieler so viele Spielanteile wie möglich bekommen": Joachim Löw.

(Foto: dpa)

Bundestrainer Joachim Löw hält wenig davon, wenn junge Spieler den Verein wechseln und dann auf der Bank sitzen. Schönen Gruß an den Schalker Torhüter Alexander Nübel, der genau das beim FC Bayern demnächst tun wird. Zudem berichtet Löw von zwei Verletzten, die auf dem Weg der Besserung sind.

Joachim Löw sieht den Wechsel des 23 Jahre alten Torhüters Alexander Nübel vom Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zum FC Bayern eher kritisch. "Grundsätzlich bin ich ein Befürworter davon, dass junge Spieler so viele Spielanteile wie möglich bekommen. So können sie sich besser entwickeln", sagte der Bundestrainer. "Wenn ein Spieler mit 20, 21 Jahren zwei oder drei Jahre auf der Bank sitzt, weiß ich nicht, ob das nützlich ist."

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Trifft in München auf den, der immer spielt: Alexander Nübel.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Nübels Wechsel zum 1. Juli hatten beide Klubs zu Jahresbeginn vermeldet. Der Torwart hatte ein Angebot der Schalker zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen. In München muss er wahrscheinlich dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer den Vortritt lassen. Unbestätigten Meldungen zufolge haben die Bayern Nübel vertraglich zugesichert, dass er eine gewisse Anzahl an Spielen bestreiten darf, dazu aber bisher nichts verlauten lassen. Neuer hingegen hatte gesagt: "Ich bin Sportler, ich bin Profi. Ich bin kein Statist, sondern Protagonist und möchte immer spielen." Bisher habe man noch "nicht darüber gesprochen, wer welche Spiele bekommt". In dieser Saison stand Neuer bislang bei allen 26 Partien der Münchner im Tor, und das jeweils über die volle Spielzeit, also 2340 Minuten.

"Beim Niklas muss man abwarten"

Auch in der DFB-Elf ist er gesetzt. Die nimmt demnächst an der EM teil und trifft in der Vorrunde in München am 16. Juni auf Frankreich, am 20. Juni auf Portugal und am 24. Juni auf einen Gewinner der EM-Playoffs im März. Eine der Fragen für den Bundestrainer ist, ob bis dahin zwei verletzte Leistungsträger wieder fit sind. Zu einer Prognose wollte Löw sich nicht hinreißen lassen, sagte aber: "Ich bin mit beiden Spielern in Kontakt. Niklas Süle fängt an zu laufen, jetzt in der Woche. Leroy Sané ist schon länger auf dem Platz, ist aktiv mit dem Ball. Beim Leroy sieht es zeitlich anders aus, beim Niklas muss man abwarten."

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Läuft: Niklas Süle.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Süle, 24 Jahre alter Innenverteidiger des FC Bayern, und Sané, gleichaltriger und von den Münchnern umworbener Offensivspieler von Manchester City, hatten sich Kreuzbandrisse zugezogen. "Man muss immer auf alle Eventualitäten irgendwie gefasst sein. Deswegen ist für mich nicht entscheidend, was ist heute, sondern, was ist in fünf oder sechs Monaten. Ich weiß, da kann viel passieren. Auf der anderen Seite sind andere Spieler eingesprungen bei einem Turnier, die auch gute Leistungen gezeigt haben. Jetzt ist es zu früh", sagte Löw.

Zu einer Nominierung von Robin Gosens von Atalanta Bergamo äußerte sich Löw nicht konkret. "Gehen sie davon aus, dass wir ihn schon gesehen haben", sagte er auf Nachfrage. Der 25 Jahre alte Verteidiger zeigt konstant gute Leistungen und hat mit dem italienischen Erstligisten überraschend das Achtelfinale der Champions League erreicht.

Quelle: ntv.de