Fußball

DFB-Elf "im Moment kein Thema" Löw will Hummels vorerst nicht zurückholen

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Finden sie noch einmal zueinander? Joachim Löw und Mats Hummels.

(Foto: imago/Eibner)

Kehrt Mats Hummels zurück in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft? Erst einmal nicht, sagt Joachim Löw. Der Bundestrainer sagt aber auch: "Keine Ahnung, was nächstes Jahr sein wird." Dann findet die EM statt. Und da könnte er nach der Verletzung von Niklas Süle einen Innenverteidiger schon brauchen.

Bundestrainer Joachim Löw schließt ein Comeback von Mats Hummels in der deutschen Nationalmannschaft vorerst aus. Das sei zumindest "im Moment kein Thema", sagte Löw bei einem Termin des DFB-Sponsors VW in Wolfsburg. Allerdings sei es im Fußball "schwer, endgültige Prognosen abzugeben. Keine Ahnung, was nächstes Jahr sein wird. Am Ende steht der Erfolg der Mannschaft an erster Stelle".

Löw hatte dem Innenverteidiger von Borussia Dortmund Anfang März und seinen damaligen Klubkollegen beim FC Bayern, Thomas Müller und Jérôme Boateng, mitgeteilt, dass er künftig auf sie verzichtet. Doch seit der schweren Verletzung von Niklas Süle ist der 30 Jahre alte Hummels wieder ein Thema. Der Münchner Süle wird nach seinem Kreuzbandriss bis weit ins Europameisterschaftsjahr 2020 aussetzen müssen und dürfte erst im April wieder fit sein - wenn überhaupt. Ob es für das Turnier reicht, ist fraglich.

"Haben schon noch ein paar Spieler"

"Niklas wird länger ausfallen", sagte Löw. Wie lange, das wisse im Moment aber niemand. Er werde seine Pläne "nicht über den Haufen" werfen, nur weil jemand verletzt sei. "Wir haben schon noch ein paar Spieler, und ich hoffe natürlich, dass ein paar zurückkommen." Zuletzt hatten sich der Mönchengladbach Matthias Ginter und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea verletzt, so dass der junge Freiburger Robin Koch zu seinem Länderspiel-Debüt gekommen war. "Wir haben ja schon ein paar andere junge und gute Abwehrspieler, die sich, denke ich, in den nächsten Monaten noch entwickeln können", sagte Löw.

Er betonte, dass er den Umbruch trotz des schweren personellen Rückschlags und der zuletzt nicht immer überzeugenden Auftritte weiter forcieren will. Ihm sei klar gewesen, dass die Entwicklung einer verjüngten Mannschaft "ein längerer Prozess ist mit manchen Höhen und Tiefen". Man müsse den jüngeren Spieler, die man "schon so ein bisschen ins kalte Wasser" werfe, Vertrauen entgegenbringen. Dann könnten sie sich am besten entwickeln. "So war das eigentlich auch 2010. Bei der WM in Südafrika war es auch eine junge Mannschaft, die ein paar Jahre später Weltmeister geworden ist."

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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