Fußball

Argentinier ist Weltfußballer Messi verhindert diesmal Liverpools Triumph

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Lionel Messi schließt eine enttäuschende Saison mit einer bedeutenden Ehrung ab.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Im Champions-League-Halbfinale 2019 erlebt Lionel Messi eine dramatische Niederlage gegen den FC Liverpool, diesmal verhindert er einen Durchmarsch der Engländer: Der Argentinier ist als erster Spieler zum sechsten Mal Weltfußballer.

Superstar Lionel Messi ist zum sechsten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der Argentinier vom FC Barcelona setzte sich bei der Wahl des Weltverbandes Fifa gegen den Niederländer Virgil van Dijk von Champions-League-Sieger FC Liverpool und seinen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) durch. Messi ist damit wieder alleiniger Rekordsieger der prestigeträchtigen Auszeichnung - und verhindert den übergreifenden Triumph des FC Liverpool, der mit Jürgen Klopp und Alisson Becker Welttrainer und Welttorwart stellt.

Nachdem im Vorjahr der Kroate Luka Modric triumphiert und damit die zehnjährige "Regentschaft" der damals jeweils fünfmaligen Weltfußballer Messi und Ronaldo beendet hatte, holte sich Messi den Titel nun zurück. Der 32-Jährige hatte mit Barcelona in der Liga triumphiert, das Halbfinale der Champions League erreicht und zudem den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas gewonnen. Abstimmungsberechtigt waren in der Wahlperiode vom 31. Juli bis zum 19. August zu je 25 Prozent die Kapitäne und die Trainer aller Nationalmannschaften in der Fifa, die Fans weltweit sowie mehr als 200 Medienvertreter.

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Virgil van Dijk galt vor der Ehrung als leichter Favorit auf den Gewinn der Trophäe. Trainer Klopp ("Ich könnte ein Buch schreiben über seine Fähigkeiten.") schwärmt beispielsweise regelmäßig von dem mit 89 Millionen Euro Ablöse einst teuersten Verteidiger der Welt.

"Brutaler Schrank" unterliegt Zauberkünstler

Bayerns Serge Gnabry nannte den niederländischen Abwehrboss zuletzt ehrfurchtsvoll einen "brutalen Schrank" und dessen Nationalmannschaftskollege Timo Werner berichtete schmunzelnd, dass es "relativ schnell dunkel" wird, wenn man als Stürmer neben van Dijk stehe. Doch es kam anders, die Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres und der Gewinn der Champions League mit dem FC Liverpool beeindruckten die internationale Jury offenbar nicht ausreichend. Damit bleibt der Italiener Fabio Cannavaro einzigartig: Der Weltmeister von 2006 gewann im selben Jahr auch die Wahl zum Weltfußballer - als bis mindestens 2020 einziger Abwehrspieler.

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Messi empfing die Ehrung aus den Händen von Fifa-Präsident Gianni Infantino.

(Foto: imago images/Gribaudi/ImagePhoto)

Im Vorjahr hatte Luka Modric, Vize-Weltmeister 2016, die Ehrung erhalten. Ronaldo hatte damals seine Teilnahme an der Ehrung - wie schon häufiger wenn er eine von ihm als Majestätsbeleidigung aufgefasste "Niederlage" erwartete - damals kurzfristig abgesagt. Auch diesmal zog es der Superstar von Juventus Turin vor, nicht nach Mailand zu reisen. Er sollte mit der Einschätzung seiner Chancen recht behalten.

Einziger deutscher Preisträger ist weiter Lothar Matthäus, der sich bei der Premiere 1991 durchgesetzt hatte.

Alisson ist Welttorhüter

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Alisson übertrumpfte Messi im Halbfinale der Champions League.

(Foto: imago images / VI Images)

Messis Teamkollege Marc-André ter Stegen hat die Überraschung bei der Wahl des Welttorhüters verpasst. Der Nationalkeeper vom FC Barcelona musste wie erwartet dem Brasilianer Alisson Becker vom FC Liverpool den Vortritt lassen. Außerdem nominiert war dessen Landsmann Ederson von Manchester City.

Alisson hatte in diesem Jahr mit den Reds und Trainer Jürgen Klopp die Champions League gewonnen. Als erste Welttorhüterin wurde die Niederländerin Sari van Veenendaal ausgezeichnet. Ter Stegen, der mit seinen Unmutsäußerungen über seine Reservistenrolle in der Nationalmannschaft hinter Manuel Neuer für reichlich Trubel gesorgt hatte, war mit Barcelona in einem dramatischen Halbfinale am späteren Titelträger aus Liverpool gescheitert. In der spanischen Liga hatten die Katalanen souverän die Meisterschaft gewonnen, ter Stegen kam dabei auf 16 Saisonspiele ohne Gegentor.

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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