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+ Fußball, News, Gerüchte + Mourinho coacht "auf Bewährung"

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"Wenn sie mich bestrafen wollen, müssen sie das tun. Das ist mir egal", so Mourinho Anfang Oktober. Jetzt gab es die Quittung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jürgen Klopp begeistert in Liverpool nun auch sein neues Team. Die Uefa bedenkt Thomas Müller mit einem Platz in der "Topelf". In der Königsklasse der Frauen gibt es nur noch eine deutsche Vertreterin. Und José Mourinho bekommt zwei saftige Strafen aufgebrummt.

Es kommt nicht selten vor, dass José Mourinho der Kragen platzt. Leidtragende seiner Wutausbrüche sind nicht nur seine Spieler oder seine Teamärztin, sondern auch die Schiedsrichter. Nun greift der englische Fußball-Verband (FA) durch: Wegen heftiger Schiedsrichter-Kritik ist der 52-jährige Trainer vom FC Chelsea zu einem Spiel Sperre auf Bewährung verurteilt worden.

Wie die FA mitteilte, muss der Portugiese zudem 50.000 Pfund (67.500 Euro) Strafe zahlen. Sollte er innerhalb der kommenden zwölf Monate erneut auffällig werden, tritt die Sperre in Kraft. Mourinho hatte nach Chelseas 1:3-Niederlage gegen den FC Southampton am 3. Oktober zum medialen Rundumschlag ausgeholt und massive Kritik an den Schiedsrichtern geübt. "Sie haben Angst, für Chelsea zu pfeifen. Das ist ganz klar. Der FA sage ich: Wenn sie mich bestrafen wollen, müssen sie das tun. Das ist mir egal", sagte der Starcoach. (cri)

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Wolfsburg marschiert, Bayern scheitert

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Tessa Wullaert, Julia Simic und Zsanett Jakabfi sind mit dem VfL Wolfsburg ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

(Foto: imago/foto2press)

Die Fußballfrauen des VfL Wolfsburg haben durch ein klares 4:0 (2:0) gegen den serbischen Meister Spartak Subotica das Achtelfinale der Champions League erreicht. Eine Woche nach dem blamablen 0:0 im Hinspiel rehabilitierte sich der Bundesligist mit einer verbesserten Leistung. Verena Faißt (30.), Julia Simic (44.), Lara Dickenmann (54.) und Caroline Hansen (62.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Ralf Kellermann. Der zweimalige Gewinner der Königsklasse wurde in der einseitigen Partie nicht ernsthaft gefordert.

Weniger erfolgreich lief es bei den Damen des FC Bayern München. Die deutschen Meisterinnen sind schon in der erste K.o.-Runde der Champions League ausgeschieden. Im Rückspiel gegen Twente Enschede kamen sie daheim nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und zogen damit - nach dem 1:1 eine Woche zuvor - wegen der Auswärtstorregel den Kürzeren. Im Grünwalder Stadion machte die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle durch Lisa Evans (29.) und Melanie Behringer (75./Elfmeter) zweimal einen Rückstand wett, konnte sich aber nicht belohnen. Die Gäste jubelten vor 1072 Zuschauern dank Jill Roord (13.) und Maud Roetgering (56./Elfmeter). Damit ist der VfL Wolfburg die einzige verbliebene deutsche Mannschaft im CL-Achtelfinale. (cri)

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Uefa beruft Thomas Müller in die "Topelf"

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Thomas Müller gilt für die Uefa als einer der besten Spieler bei der EM-Qualifikation.

(Foto: imago/Karina Hessland)

Mit neun Treffern ist Thomas Müller der erfolgreichste Torschütze der deutschen Nationalmannschaft bei der abgelaufenen EM-Qualifikation. Nun wurde der Weltmeister von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) als einziger Deutscher mit einem Platz in der "Topelf" der Qualifikation für das Turnier in Frankreich bedacht. In dem symbolischen Uefa-Team bildet der 26-Jährige zusammen mit seinem polnischen Bayern-Kollegen Robert Lewandowski und dem walisischen Gareth Bale von Real Madrid den Angriff.

Die Uefa-"Topelf" der EM-Qualifikation im Detail: Thibaut Courtois (Belgien) - Matteo Darmian (Italien), Ashley Williams (Wales), Gary Cahill (England), Razvan Rat (Rumänien) - Gylfi Sigurdsson (Island), Steven Davis (Nordirland), David Alaba (Österreich) - Thomas Müller (Deutschland), Robert Lewandowski (Polen), Gareth Bale (Wales). (cri)

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Klopp fordert mehr Aggressivität in Liverpool

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Jürgen Klopp scheint endgültig beim FC Liverpool angekommen zu sein.

(Foto: imago/Action Plus)

Die Euphorie um Jürgen Klopp in Liverpool hat nun auch die Mannschaft des Traditionsvereins erreicht. Nach der ersten Trainingseinheit unter dem neuen Übungsleiter aus Deutschland verrät Mittelfeldspieler Lucas auf der Vereinshomepage seine ersten Eindrücke: "Es war sehr positiv. Es gab eine Menge Informationen und wir Spieler müssen nun versuchen, gut zuzuhören und seine Anweisungen auf und abseits des Platzes umzusetzen", so der 28-Jährige.

"Er scheint sehr leidenschaftlich zu sein", sagte der Brasilianer weiter. "Er gibt alles, was er hat, und verlangt das Gleiche von den Spielern." Klopp soll den "Reds" eingetrichtert haben, "immer zehn Meter mehr zu laufen", denn das sei "der Schlüssel zum Erfolg". Von seinen neuen Schützlingen erwarte der 48-Jährige zudem, "aggressiv mit sich selbst" zu sein. Klingt tatsächlich alles ziemlich nach Jürgen Klopp. Ob seine Worte fruchten, wird sich am Samstag zeigen. Dann tritt der FC Liverpool bei Tottenham Hotspur an. (cri)

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Stevens attackiert niederländischen Verband

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Ex-Bundesligatrainer Huub Stevens greift den niederländischen Fußballverband nach dem EM-Quali-Debakel scharf an.

(Foto: imago/Horstmüller)

Nach dem EM-Qualifikations-Debakel der Niederlande hat Huub Stevens das Fußballsystem in seinem Heimatland heftig kritisiert. "Unsere Probleme sind hausgemacht", sagte der langjährige Bundesligatrainer der "Stuttgarter Zeitung". Im Nachwuchsbereich werde die Ausbildung von Abwehrspielern total vernachlässigt, meinte der 61-Jährige. Dies wirke sich nun bis in die Nationalmannschaft aus. "Die Misere liegt nicht an einem Mann, sondern am ganzen System", warnte Stevens und nahm damit Bondscoach Danny Blind in Schutz.

Der niederländische Fußball-Verband KNVB müsse nun laut Stevens Konsequenzen ziehen: "Wenn wir jetzt nicht unsere Strukturen überdenken, besteht die Gefahr, dass wir international abgehängt werden." Durch den dritten Platz bei der Fußball-WM 2014 hätten viele den Blick für die Wirklichkeit verloren. "Wir sind übermütig und leichtsinnig geworden", meinte der Niederländer, der in der vergangenen Saison den VfB Stuttgart trainierte. (cri)

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Raúl sagt dem Fußball endgültig "Adiòs"

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Hat's hinter sich: Raúl will im November seine Karriere beenden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der ehemalige spanische Superstar Raúl möchte Cosmos New York wieder verlassen. Der 38-Jährige soll laut AS dem Verein mitgeteilt haben, dass er im November seinen Vertrag vorzeitig auflösen und seine Karriere beenden möchte. Der Stürmer fühle sich müde und wolle mit seiner Familie wieder zurück nach Madrid kehren. Raul war erst im Oktober 2014 zum amerikanischen Traditionsklub in die zweitklassige North American Soccer League gewechselt. Der Verein soll ihm aber auch angeboten haben, als Jugendtrainer weiter in New York zu arbeiten. (tno)

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Fan-Organisationen beenden Dialog mit DFB

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Mehrere Fan-Organisationen haben den "Fan-Dialog" mit dem DFB aufgekündigt.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Gleich mehrere Fan-Organisationen haben den sogenannten "Fan-Dialog" mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) aufgekündigt. Man habe "keinen dauerhaften und ernsthaften Willen des DFB erkennen können, mit Fußballfans einen transparenten und zielführenden Dialog etablieren zu wollen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Fan-Organisationen ProFans, UnsereKurve, Queer Football Fanclubs und F_in - Netzwerk Frauen im Fußball.

Der Verband wollte dazu auf Nachfrage keine Stellungnahme abgeben, obwohl die Fan-Verbände in ihrer Erklärung massive Vorwürfe gegen den DFB erheben. So sei die Arbeit der AG Fanbelange/Fanarbeit "bisher konsequent aus der Öffentlichkeit herausgehalten" worden, heißt es. "Dadurch wird das Bild der Fußballfans fast ausschließlich durch polarisierende Politiker, Polizeigewerkschafter und Medien geprägt. Hier wird regelmäßig die Chance vertan, einen sachlichen, fachlichen Gegenpol zu der oftmals hysterischen Darstellung zu bilden." Ein weiterer Grund für die Beendigung des Dialogs seien die "immer neuen Schikanen und Strafen des DFB-Sportgerichts, die vor allem unschuldige und unbeteiligte Fans treffen". Das, so heißt es in der Erklärung, "lasse den Unmut in den Fanszenen zusätzlich wachsen".  (tno)

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Hitzlsperger warnt Klopp vor "No-Gos"

Der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger schwärmt von San Francisco Foto: Tim Brakemeier

Thomas Hitzlspeger gibt Jürgen Klopp ein paar nützliche Tipps für sein Engagement an der Anfield Road.

(Foto: dpa)

Nützliche Starthilfe: Thomas Hitzlsperger hat den neuen Teammanager Jürgen Klopp vor "No-Gos" beim FC Liverpool gewarnt. "Er sollte nicht sagen, dass er London mag. Auf keinen Fall versuchen, 'scouse', das 'Liverpool-Englisch' zu sprechen. Und, das Wichtigste: Nie, nie, nie behaupten, dass der Säulenheilige des FC Liverpool, Steven Gerrard, nicht der beste Spieler der Welt ist", sagte Hitzlsperger der Wochenzeitung "Zeit".

Der ehemalige Nationalspieler geht zudem davon aus, dass die englischen Medien den deutschen Coach als Widerpart zu Teammanager José Mourinho vom FC Chelsea aufbauen werden. "Ich vermute, die englischen Zeitungen werden sehr schnell dieses Duell zwischen ihm und José Mourinho inszenieren wollen", sagte Hitzlsperger: "Mourinho braucht einen starken Herausforderer, Sir Alex Ferguson ist weg, und Arsène Wenger von Arsenal kann ihm nicht ansatzweise das Wasser reichen." (tno)

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Belgien regiert künftig die Fußball-Welt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nicht Fußball-Weltmeister Deutschland, nicht Europameister Spanien und auch nicht Copa-Sieger Chile wird künftig als neue Nummer eins in der Fifa-Weltrangliste geführt. Nein, der neue Spitzenreiter wird erstmals Belgien heißen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP vor Veröffentlichung des neuen Rankings am 5. November. Demnach wird das Team von Trainer Marc Wilmots aufgrund der starken Ergebnisse in der EM-Qualifikation im November-Ranking den bisherigen Spitzenreiter Argentinien überflügeln, der hinter Belgien und Deutschland auf Rang drei zurückfällt.

Belgien kommt wegen der beiden Siege in der Qualifikation zur EM 2016 gegen Andorra und Israel demnach auf 1440 Punkte. Vize-Weltmeister Argentinien, das mit einer Niederlage gegen Ecuador und einem Unentschieden gegen Paraguay schwach in die WM-Qualifikation gestartet war, verliert dagegen etliche Zähler (1383). Deutschland, das zuletzt ein 0:1 in Irland und ein 2:1 gegen Georgien verbuchte, kommt auf 1388 Punkte und bleibt Zweiter der Liste. (cwo)

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Medien: Heidel soll Heldt bei S04 ersetzen

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Im Sommer sah sich Horst Heldt mit Fanprotesten konfrontiert.

(Foto: imago/Horstmüller)

Der FC Schalke steht vor einem personellen Paukenschlag: Laut "Bild"-Zeitung wird Sportvorstand Horst Heldt bei den "Königsblauen" ausgebootet. Er soll demnach ab Sommer 2016 von Christian Heidel ersetzt werden, dem langjährigen Manager des FSV Mainz. Heldt, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, soll laut "Bild" bei einer geplanten Umstrukturierung der Schalker Führungsebene sein Amt verlieren.

Spätestens seit der vergangenen Chaos-Saison, an deren Ende die Schalker trotz Platz 6 von ihren eigenen Fans mit Pfiffen in die Sommerpause verabschiedet wurden, ist Heldt in Gelsenkirchen nicht mehr unumstritten. Der ehemalige Profi ist seit 2010 im Amt und bekleidet nicht nur den Managerposten, sondern ist auch Mitglied des Vorstands. Das soll in Zukunft nicht mehr zwingend der Fall sein. (cwo)

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Johansson will Niersbach als Uefa-Boss

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Der Schwede Lennart Johansson empfiehlt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach für das höchste Amt im europäischen Fußball.

(Foto: dpa)

Uefa-Präsident Michel Platini ist wegen einer Millionenzahlung von Fifa-Präsident Joseph Blatter bislang nur suspendiert. Sein Vorgänger Lennart Johansson macht sich aber bereits Gedanken um die Nachfolge des Franzosen - und spricht sich klar für Wolfgang Niersbach als neuen Chef der Europäischen Fußball-Union aus. "Niersbach sollte Uefa-Präsident werden", sagte der 85 Jahre alte Schwede der "Sport Bild". Niersbach leite "sehr erfolgreich mit dem DFB den wahrscheinlich wichtigsten Verband der Welt. Er wäre als Uefa-Präsident ein hervorragender Mann", meinte Johansson.

Johansson war von 1990 bis 2007 Uefa-Präsident. 1998 unterlag er Joseph Blatter bei der Wahl zum Fifa-Chef, 2007 wurde Johansson in einer Kampfabstimmung von Michel Platini als mächtigster Mann im europäischen Fußball abgelöst. Platini war zuletzt von der Fifa-Ethikkommission für 90 Tage gesperrt worden. Auf einer Dringlichkeitssitzung will die Uefa-Exekutive am Donnerstag entscheiden, ob sie ihre Unterstützung für Platini aufrecht erhält. Der Franzose hat bislang keine schlüssige Erklärung für die Millionenzahlung von Blatter geliefert, für die es offenbar keinen schriftlichen Vertrag gibt. (cwo)

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Bondscoach Blind denkt nicht an Rücktritt

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Danny Blind will die Niederlande wieder zu alter Stärke zurückführen.

(Foto: dpa)

Der Reflex ist ein bekannter: Hat ein Fußballtrainer keinen Erfolg, dann muss er sich Spekulationen über seinen Rücktritt gefallen lassen. Das ist auch bei Bondscoach Danny Blind so, dessen Elftal ja gestern die Quali zur EM 2016 verpasst hat. Der 54-Jährige will davon aber nichts wissen. "Ich habe nicht die Absicht, zurückzutreten. Ich werde weitermachen mit meiner Arbeit, denn ich stehe bis 2018 unter Vertrag, und ich glaube an dieses Team", sagte er nach der 2:3-Niederlage gegen Tschechien.

Auf die Frage, ob der Misserfolg sein Fehler sei, sagte er: "Darüber müssen andere diskutieren, ich werde auf jeden Fall nicht zurücktreten." Bisher hat Blind den niederländischen Verband noch auf seiner Seite. Der sprach ihm schon vor dem Spiel das Vertrauen aus. Aber man weiß ja, welche Dynamik solche Debatten manchmal aufnehmen können. (jog)

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Klopp war wohl nur zweite Wahl in Liverpool

Borussia Dortmunds Ex-Coach Jürgen Klopp war angeblich nur die zweite Wahl bei seinem neuen Verein in Liverpool. Der ehemalige Tottenham-Hotspur-Übungsleiter Harry Redknapp ist sich sicher, dass Carlo Ancelotti, der im Sommer Real Madrid verließ, eigentlich ganz oben auf der Wunschliste des FC Liverpool stand. "Ich weiß aus guter Quelle, dass sie ihm den Job angeboten haben, aber ich glaube, dass er ihn nicht wollte", sagte Redknapp gegenüber "Talksport".

Zeitgleich mit den Gerüchten um Klopp gab es auch Spekulationen um Ancelotti. Trotzdem glaubt Redknapp an die Qualitäten des Ex-Borussen: "Ich mag sein Auftreten, er ist eine gute Verpflichtung. Er könnte eine echte Bereicherung für die Premier League werden. Ich freue mich auf die Spiele der Liverpooler in den nächsten Jahren." Ob er Redknapps Erwartungen entspricht, kann Klopp am Samstag gegen Tottenham beweisen. (lsc)

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Quelle: n-tv.de