Fußball

"EM interessiert mich nicht" Müller reagiert lapidar auf Löws Ernüchterung

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Tja, was soll er denn machen: Die Form stimmt, aber der Bundestrainer setzt auf jüngere Fußballer.

(Foto: REUTERS)

Thomas Müller erlebt beim FC Bayern unter Trainer Hansi Flick einen gewaltigen Aufschwung. Und schon werden Rufe laut, dass der Bundestrainer den Offensivspieler zurück in die DFB-Elf holen soll. Der aber untermauert nun seine Entscheidung gegen den 30-Jährigen.

Bundestrainer Joachim Löw hat den Spekulationen um ein Nationalmannschafts-Comeback von Bayern Münchens Thomas Müller erneut den Schwung genommen. Die Wahrscheinlichkeit sei "relativ gering, wenn die jüngeren Spieler fit sind", sagte Löw am Rande des Bundesliga-Topspiels zwischen den Bayern und RB Leipzig (0:0) bei Sky. Dabei verwies der 60-Jährige etwa auf die Offensivspieler Serge Gnabry, Julian Brandt und Leroy Sane. Wie einst auch Müller hätten "diese Spieler jetzt ihre Chance verdient, das darf man nicht einfach so über den Haufen werfen", sagte Löw.

Der 100-malige Nationalspieler Müller äußerte nach dem Spiel lapidar: "Der Bundestrainer hat bewusst eine Entscheidung getroffen. Und wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Europameisterschaft überhaupt nicht. Ich will mit dem FC Bayern diese Saison Titel holen, am liebsten drei." Unter dem neuen Trainer Hansi Flick hat Müller einen enormen Aufschwung erlebt. Er ist nicht nur wieder Stammspieler geworden, sondern hat auch in elf Ligaspielen 13 Scorerpunkte gesammelt - fünf Tore, acht Vorlagen.

Der Weltmeister von 2014 war wie auch die Verteidiger Mats Hummels und Jerome Boateng von Löw im vergangenen März aussortiert worden. Bei Müller und Hummels wurden zuletzt immer wieder Rufe nach einem Comeback laut. Müller bleibe "wie die anderen auch ein außergewöhnlich guter Spieler", sagte indes Löw. Sollten im Vorfeld der Europameisterschaft vom 12. Juni bis 12. Juli "Dinge passieren, mit denen man gerade nicht rechnet, dann muss man sehen, denn man braucht natürlich immer eine große Qualität in der Mannschaft".

Apropos: Im Viertelfinale des DFB-Pokals erwischt der FC Bayern ein schwieriges Los. Für die Münchner geht's zum Bundesliga-Konkurrenten FC Schalke 04. Pech hat Union Berlin. Der Aufsteiger muss wieder auswärts ran, bei Bayer Leverkusen. Fortuna Düsseldorf freut sich dagegen über eine "gute Möglichkeit". Unseren Bericht finden Sie hier!

Quelle: ntv.de, tno/sid