Fußball

SGE und Bayer entspannt RB Leipzig jammert und hofft auf Hilfe

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"Ich will nochmal betonen, wir sind die Mannschaft, die mit Abstand die meisten internationalen Spiele in Deutschland hatte": Ralf Rangnick.

(Foto: imago/Picture Point LE)

Das Weiterkommen in der Europaliga hat RB Leipzig nicht mehr in eigener Hand. Ein Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen Trondheim allein reicht dem Fußball-Bundesligisten nicht. Mit der Zwischenrunde klappt es nur, wenn der Schwesterklub aus Salzburg bei Celtic in Glasgow gewinnt. Wesentlich entspannter ist die Lage bei der Frankfurter Eintracht. Was auch immer bei Lazio Rom passiert, die SGE ist und bleibt Gruppensieger. Auch Bayer 04 Leverkusen ist bereits weiter, bei AEK Larnaka geht es lediglich darum, ob als Erster oder Zweiter der Gruppe. Klingt nicht spannend? Ist es auch nicht.

RB Leipzig - Rosenborg Trondheim, 21 Uhr

Lage: K.o.-Phase in der Fußball-Europaliga oder Champions-League-Qualifikation in der Bundesliga? Die Frage stellt sich für Leipzigs Trainer Ralf Rangnick nicht: "Niemand bei uns - auch ich nicht - hat gesagt, dass die Bundesliga Vorrang hat. Wir haben bisher jedes einzelne dieser Spiele extrem ernst genommen. Das wird auch weiterhin so sein", sagte er vor dem Gruppen-Finale an diesem Donnerstag (ab 21 Uhr auf RTL Nitro und im Liveticker bei n-tv.de) gegen Norwegens Rekordmeister Rosenborg Trondheim. Aber: "Dass die Bundesliga mit 34 Spielen das Kerngeschäft ist, ist vollkommen logisch."

Hilfe: Die Leipziger sind auf den Schwesternklub aus Salzburg angewiesen. Nur wenn der österreichische Doublesieger bei Celtic in Glasgow gewinnt, ist das Weiterkommen noch möglich. Immer vorausgesetzt, Leipzig gewinnt seine Partie. Die als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifizierten Salzburger wollen sich jedenfalls nicht hängen lassen. "Wir wollen ja nicht den Wettbewerb verzerren. Ich glaube, dass sich Celtic das Weiterkommen, wenn sie das wollen, sehr hart erarbeiten muss", sagte Trainer Marco Rose.

Mimimi: Früh in die Saison mussten die Leipziger erst einmal durch die Qualifikation für die Europaliga. Das ist anstrengend. "Wir haben jetzt das zwölfte internationale Spiel in dieser Saison. In den bisherigen elf Spielen haben wir immer die bestmögliche und ausgeruhteste Mannschaft ins Rennen geschickt und mit der auf Sieg gespielt", sagte Rangnick. Das werde auch gegen Trondheim so sein. Innerhalb von sieben Tagen absolviert RB anschließend drei Bundesligaspiele, daheim gegen Mainz und Bremen, dazwischen die Partie beim FC Bayern. "Ich will nochmal betonen, wir sind die Mannschaft, die mit Abstand die meisten internationalen Spiele in Deutschland hatte."

Lazio Rom - SG Eintracht Frankfurt, 18.55 Uhr

Lage: Der Tabellenfünfte der Bundesliga ist als Gruppensieger durch. Die Frankfurter aber freuen sich auf ihre letzte europäische Dienstreise in diesem Jahr, es geht schließlich nach Rom und dort (ab 18.55 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) im Stadio Olimpico gegen Lazio.

Fans: Mehr als 8500 Anhänger der Eintracht haben Karten für das Spiel bekommen, mehr als 17.000 wollten welche haben. "Wir haben auch eine Verpflichtung und Verantwortung den Fans und dem Verein gegenüber", sagte Trainer Adolf Hütter. "Und die Mannschaft hat zu 100 Prozent die Mentalität, gewinnen zu wollen."

Rekord: Fünf Siege in der Gruppenphase, das schafften bisher nur RB Salzburg und der FC Chelsea. Und nun eben die SG. Gegen Olympique Marseille gewannen die Frankfurter mit 2:1 und 4:0, gegen Apollon Limassol mit 2:0 und 3:2, gegen Lazio mit 4:1. Der sechste Sieg wäre ein nationaler Rekord, das gelang noch keinem Bundesligisten. "Wir nehmen das Spiel ernst und wollen zeigen, warum wir Erster sind", sagte Hütter.

Bundesliga: Nach zwei Liga-Niederlagen würde ein Erfolgserlebnis Selbstvertrauen für die Partien bis Weihnachten gegen Leverkusen, in Mainz und gegen die Bayern geben. Dafür gilt es aber auch, Kräfte zu schonen. Deshalb wird Hütter einige Spieler austauschen. Konkrete sagte er nichts, sondern nur: Er hoffe die "richtige Rotation" zu machen.

Geld: Für jeden Sieg gibt's Geld von der Uefa, 570.000 Euro. Gewönne die Eintracht in Rom, würden sich die Einnahmen auf 6,84 Millionen Euro summieren. Bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am Montag sind die Frankfurter gesetzt. Als Gegner in den Spielen am 14. und 21. Februar 2019 kommt ein Gruppenzweiter der Europaliga oder einer der schlechteren Gruppendritten der Champions League infrage.

AEK Larnaka - Bayer 04 Leverkusen, 21 Uhr

Lage: Den direkten Vergleich mit dem FC Zürich haben die Leverkusener gewonnen und außerdem einen Punkt mehr. Also sind sie auf jeden Fall weiter, die Frage ist nur, ob als Gruppenerster oder nicht. Gewinnt Bayer, ist alles klar. Spielt Zürich remis, dürften die Leverkusener (ab 21 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) gar auf Zypern gegen Larnaka verlieren.

B-Team: Eigentlich ist es fast schon ein C-Team, das Trainer Heiko Herrlich ins Rennen schickt. Mit Torhüter Lukas Hradecky, Jonathan Tah, Sven Bender, Karim Bellarabi, Charles Aranguiz, Kevin Volland, Tin Jedvaj und Kai Havertz sind acht Stammspieler gar nicht erst mitgeflogen. "Es macht absolut Sinn, die Belastung zu verteilen, da wir im Frühjahr hoffentlich noch einige Englische Wochen haben werden", sagte der neue Sportdirektor Simon Rolfes: "Wir werden trotzdem eine gute Mannschaft auf dem Platz haben." Na dann.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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