Fußball

HSV kassiert Pokal-Klatsche Rot-Weiss Essen blamiert die Arminia

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Alles umsonst: Arminia Bielefeld streckte sich gegen Rot-Weiß Essen vergeblich. Der Aufsteiger scheidet als zweiter Bundesligist in der ersten Pokalrunde aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Fußball-Erstligisten kommen bisher sehr gut durch die erste Hauptrunde des DFB-Pokals - doch nach Hertha BSC hat es nun auch Arminia Bielefeld erwischt. Bei einem Traditionsklub aus der Regionalliga. Der Hamburger SV verliert deutlich und hat vor dem Zweitligastart neue Sorgen.

Rot-Weiss Essen - Arminia Bielefeld 1:0 (1:0)

Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld ist in der ersten Runde des DFB-Pokals überraschend ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus unterlag beim Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen verdient mit 0:1 (0:1) und verpatzte ihre Generalprobe fünf Tage vor dem Erstliga-Auftakt am Samstag bei Eintracht Frankfurt gründlich. RWE-Torjäger Simon Engelmann erzielte vor 300 erlaubten Zuschauern im Essener Stadion an der Hafenstraße den Siegtreffer in der 33. Spielminute.

Bielefeld ist nach dem Scheitern von Hertha BSC bei Eintracht Braunschweig der zweite Bundesliga-Klub, der die erste Pokalrunde gegen einen unterklassigen Verein nicht überstanden hat. Zwischen Essen und Bielefeld besteht eine besondere Beziehung. Arminia-Trainer Uwe Neuhaus wirkte einst als Spieler und Trainer bei RWE, Essens Vorstand Marcus Uhlig arbeitete von 2009 bis 2015 in verschiedenen Funktionen für die Arminia und wohnt seit 30 Jahren in Bielefeld. "Wir müssen uns davon freimachen, als Bundesligist jetzt das perfekte Spiel abliefern zu müssen", warnte Neuhaus vor der Partie, die bei herrlichem Fußball-Wetter zunächst ausgeglichen verlief.

Der Bundesliga-Rückkehrer hatte zwar mehr Spielanteile. Doch die erste Chance erspielte sich der Viertligist, als der ehemalige Bundesliga-Profi Dennis Grote (3.) Bielefelds Schlussmann Stefan Ortega prüfte. Die mit den Neuzugängen Jacob Laursen und Ritsu Doan angetretene Arminia investierte zu wenig und entwickelte kaum Zug zum Tor, zumal die RWE-Abwehr sicher stand.

Der herrlich heraus gespielte Treffer für die Elf von Trainer Christian Neidhart nach einer guten halben Stunde kam nicht überraschend. Sandro Plechaty verarbeitete einen tollen Diagonalpass von Alexander Hahn und legte mit Übersicht zurück auf Engelmann, der eiskalt einschob. Kurz darauf hätte der Torjäger fast das 2:0 erzielt, verpasste aber knapp.

Nach dem Wechsel drängte die Arminia auf den Ausgleich: Fabian Klos (49.) köpfte knapp vorbei, Doan (51.) traf nur den Außenpfosten. Auch Marcel Hartel (68.) scheiterte per Freistoß am Aluminium. Nun wackelte Essens Abwehr bedenklich, doch die Bielefelder brachten den Ball trotz eines Sturmlaufes nicht über die Linie.

Dynamo Dresden - Hamburger SV 4:1 (2:0)

Neuer Trainer, alte Sorgen: Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat sich auch unter Coach Daniel Thioune blamiert. Der HSV unterlag Dynamo Dresden mit 1:4 (0:2) und offenbarte vor dem Ligastart am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen Fortuna Düsseldorf riesige Probleme. Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.) und Sebastian Mai (90.+2./Handelfmeter) erzielten die Treffer vor 10.053 Zuschauern für den siebenmaligen Pokalsieger der DDR.

Die Hamburger, die den Bundesligaaufstieg in der Rückrunde der vergangenen Saison leichtfertig verspielt hatten, vergaben hingegen gute Möglichkeiten und standen in der Defensive unsicher. Amadou Onana (89.) gelang nur das zwischenzeitliche 1:3. Stark nutzte die erste Lücke in der neu formierten HSV-Abwehr. Daferner traf acht Minuten später nur den Pfosten, ehe Becker erhöhte. Der dreimalige Pokalsieger kam nach einer halben Stunde besser ins Spiel. Tim Leibold (36.) und Lukas Hinterseer (37.) ließen zwei gute Chancen aber ungenutzt.

Die Gäste starteten in der zweiten Halbzeit offensiv, wurden durch Daferners Distanzschuss aber überrascht. Trotz des Rückschlags versuchten die Hamburger aber noch einmal alles, hatten beim Pfostenschuss von Khaled Narey (68.) aber Pech.

Würzburger Kickers - Hannover 96 2:3 (0:1)

Hannover 96 hat das Zweitliga-Duell gegen die Würzburger Kickers für sich entschieden. Die Niedersachsen setzten sich beim Aufsteiger mit 3:2 (1:0) vor Geisterkulisse durch. Hendrik Weydandt (23.), Dominik Kaiser (59.) und Timo Hübers (78.) verhinderten mit ihren Treffern ein frühes Aus wie in der vergangenen Saison. Damals unterlag Hannover in der ersten Pokalrunde beim Karlsruher SC (0:2), den die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak am Samstag zum Ligaauftakt empfängt. Die Treffer von Würzburgs Arne Feick (89.) und Robert Herrmann (90.+5/Foulelfmeter) änderten nichts mehr.

Beide Mannschaften spielten sich zunächst nur wenige Torchancen heraus, Weydandt nutzte die erste echte Möglichkeit effektiv und traf aus kurzer Distanz nach einem langen Ball von Niklas Hult. Hannover ließ in der Folge nicht nach und bereitete der Würzburger Abwehr immer wieder Probleme. Marvin Ducksch legte für Kaiser im Strafraum quer, der die Führung ausbaute. Hübers sorgte für die Entscheidung.

Quelle: ntv.de, ter/sid/dpa