Hertha BSC verliert den AnschlussRot nach 50 Sekunden und peinlicher Elfmeter prägen Zweitliga-Samstag

Das Spiel beim KSC ist für Hertha BSC richtungsweisend, doch der Hauptstadtklub verpasst den so dringend benötigten Sieg. Hannover 96 verschärft die Not bei Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Greuther Fürth spielt mehr als 90 Minuten in Unterzahl und verliert trotzdem nicht.
Karlsruher SC - Hertha BSC 2:2 (2:1)
Hertha BSC verliert die Aufstiegsränge der 2. Fußball-Bundesliga allmählich aus den Augen. Die Berliner verhinderten beim 2:2 (1:2) beim Karlsruher SC nach zweimaligem Rückstand zwar eine Pleite, verpassten nach vier Spielen ohne Sieg aber einen Befreiungsschlag. Der Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze beträgt inzwischen sieben Punkte.
In einem temporeichen Duell erzielten Fabian Schleusener (7.) und Sebastian Jung (26.) die Treffer für Karlsruhe. Kapitän Fabian Reese (20.) und Jeremy Dudziak (79.) glichen jeweils aus, ein Sieg blieb den Herthanern trotz guter Chancen aber verwehrt.
Schleusener nutzte mit einem platzierten Flachschuss gleich die erste Chance und eröffnete damit eine abwechslungsreiche Partie. Reese blieb beim Ausgleich eiskalt, vorausgegangen war ein folgenschwerer Fehlpass des Karlsruhers Marvin Wanitzek. Durch ein Jung-Traumtor ging der KSC aber abermals verdient in Führung. Hertha drängte schon vor der Pause auf den zweiten Treffer. Der Druck wuchs auch im zweiten Durchgang weiter. Es dauerte aber bis in die Schlussphase, ehe der eingewechselte Dudziak nach Vorarbeit von Reese aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielte.
Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 2:1 (1:0)
Fortuna Düsseldorf hat einen neuerlichen Rückschlag kassiert und muss den Abstieg in die 3. Liga fürchten. Die Rheinländer unterlagen bei Hannover 96 1:2 (0:1) und rutschten auf den Relegationsplatz ab. Dabei verschlief die Mannschaft von Trainer Markus Anfang jeweils die Anfangsphase und wirkte nicht wach.
Daisuke Yokota (4.) traf gleich zu Beginn des Spiels, Benjamin Källman (47.) erhöhte unmittelbar nach der Pause. Zwar kam Düsseldorf durch Elias Egouli (49.) zurück ins Spiel, doch ein Platzverweis gegen den Torschützen (58./Gelb-Rote Karte) war ein herber Dämpfer. Den fälligen Elfmeter schoss der frühere Düsseldorfer Boris Tomiak (59.) kläglich am Tor vorbei, dennoch brachte Hannover den Sieg über die Zeit. Die Niedersachsen haben die Aufstiegsplätze weiter im Blick.
Källman (66., 67.) vergab nach Tomiaks Fehlschuss vom Elfmeterpunkt weitere Möglichkeiten und verpasste den dritten Treffer. Auch Benedikt Pichler (74.) ließ die Chance aufs 3:1 liegen. Dadurch blieb Düsseldorf trotz Unterzahl in Schlagdistanz. Gefährlich wurden die Gäste aber kaum noch, stattdessen hatte Hannover weitgehend die Kontrolle.
SpVgg Greuther Fürth - Eintracht Braunschweig 0:0
Die SpVgg Greuther Fürth hat sich trotz fast 90-minütiger Unterzahl einen Punkt erkämpft. Die abstiegsbedrohten Franken holten ein 0:0 gegen Eintracht Braunschweig - obwohl sie nach einem zu harten Einsteigen von Maximilian Dietz nach nur 50 Sekunden zu zehnt spielen mussten. Der Innenverteidiger sah nach Studium der Videobilder Rot (3.).
Fürth, das seit dem 7. November in der Liga nicht mehr gewonnen hat, bleibt Letzter. Braunschweig verpasste hingegen einen wichtigen Sieg, mit dem sich die Niedersachsen weiter von der Gefahrenzone hätten absetzen können.
Erencan Yardimci (39.) köpfte an den Pfosten, Mehmet Can Aydin (45.+7) zog einen Freistoß direkt aufs Tor, Leon Bell Bell (45.+8) schoss knapp übers Tor. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, ehe Braunschweig in Führung geht, doch in dieser Schlagzahl ging es nicht weiter.
Fürth verteidigte kompakt ganz tief in der eigenen Hälfte und stellte Braunschweig damit vor eine knifflige Aufgabe. Die Niedersachsen kamen trotz Überzahl nur ganz selten zu Torchancen, Fürth kämpfte verbissen um den Punktgewinn.