Fußball

Aber Einspruch gegen UEFA bleibt Russland akzeptiert WM-Ausschluss jetzt doch

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Mit jedem Kriegsgräuel, das aus der Ukraine in die Welt dringt, wird eine baldige Rückkehr der russischen Nationalmannschaft unwahrscheinlicher.

(Foto: imago images/Russian Look)

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg schließen FIFA und UEFA alle russischen Mannschaften aus. Dagegen wehrt sich der russische Verband - und gibt nun zumindest mit Blick auf die Fußball-WM in Katar auf. Mit Blick auf den Europapokal ist die letzte Entscheidung jedoch noch nicht getroffen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar findet endgültig ohne die russische Nationalmannschaft statt. Der russische Verband RFS hatte vom Weltverband FIFA infolge des Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgesprochenen Ausschluss angefochten, den Einspruch aber nun zurückgezogen. Das teilt der Internationale Sportgerichtshof CAS mit, demnach wird das Verfahren in Kürze eingestellt.

Zuvor hatte der CAS bereits den Antrag aus Russland abgelehnt, den FIFA-Beschluss zunächst auszusetzen. Nach der russischen Invasion am 24. Februar hatte der Weltverband die russische Mannschaft suspendiert, die sonst noch eine Chance auf die Qualifikation für das Turnier gehabt hätte. So jedoch zog der eigentlich vorgesehene Gegner Polen automatisch ins Playoff-Finale ein und sicherte sich durch ein 2:0 gegen Schweden ein Ticket für die Endrunde im November und Dezember.

Auch das Playoff-Halbfinale der ukrainischen Auswahl in Schottland wurde aufgrund des russischen Angriffskriegs abgesagt, soll allerdings zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Sieger dieses Halbfinals würde dann auf Wales treffen, das sich gegen Österreich durchgesetzt hatte - und jetzt darauf wartet, das letzte europäische Ticket für die WM auszuspielen.

Einspruch gegen Europapokal-Ausschluss bleibt

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Fest hält der russische Verband dagegen an seinem Einspruch gegen den Ausschluss russischer Klubs aus dem Europapokal durch die UEFA. Einen Eilantrag hatte der CAS auch hier zurückgewiesen, der Richterspruch ist noch nicht endgültig. Bis zu einem Urteil dürften allerdings noch einige Wochen vergehen. Unmittelbare Auswirkungen hatte die Entscheidung des Europäischen Fußball-Verbandes auf Rasenballsport Leipzig, der Bundesligist erreichte infolge des Ausschlusses von Spartak Moskau mit einem kurzfristigen Freilos das Viertelfinale der Europa League.

Darüber hinaus hatte die UEFA Russland das Finale der Champions League entzogen, das Ende Mai in Paris stattfindet und nicht wie ursprünglich geplant in St. Petersburg. Allerdings betreffen die Entscheidungen von FIFA und UEFA bislang nur die Auswahlmannschaften und Klubs aus Russland - eine Suspendierung des nationalen Fußballverbandes RFS ist bislang ausgeblieben.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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