Fußball

Schürrles Einsatz für Chelsea noch fraglich Schalke spielt gegen Mourinhos Omen

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Lang, lang ist's her: Am 26. Mai 2004 gewann der FC Porto unter José Mourinho das Champions-League-Finale in Gelsenkirchen mit 3:0 gegen den AS Monaco.

2 Spiele, 6 Punkte, 4:0 Tore. Der FC Schalke hat in der Champions League bislang eine Weiße Weste. Doch mit dem FC Chelsea kommt der Gruppenfavorit - dessen Trainer José Mourinho besonders gute Erinnerungen an Schalke hat.

Eine Rückkehr an die Stätte des ersten großen Triumphes, vielleicht ist es genau das gute Omen, das José Mourinho braucht. Erstmals seit 2004 tritt der Portugiese wieder in der Schalker Arena an, wo er vor neun Jahren seinen ersten Champions-League-Triumph feierte.

Doch im Hier und Jetzt steht Mourinhos Chelsea nach der CL-Auftaktpleite gegen Basel (1:2) und dem Pflichtsieg bei Steaua Bukarest (4:0) unter Zugzwang. Eine Niederlage kann sich der Tabellen-Zweite der Premier League nicht erlauben. Derzeit deutet aber auch nicht viel darauf hin, dass es dazu kommen wird. Denn nach anfänglichen Schwierigkeiten - darunter auch die knappe Pleite im europäischen Supercup gegen die Bayern - ist Chelsea gut in Schwung gekommen.

Mourinho macht mal wieder Ärger

Schalke - Chelsea, 20.45 Uhr

Schalke: Hildebrand - Uchida, Höwedes, Matip, Aogo - Neustädter, Goretzka - K.-P. Boateng, M. Meyer, Draxler - Szalai
Chelsea: P. Cech - Ivanovic, Cahill, Terry, Bertrand - Ramires, David Luiz - Schürrle, Oscar, Hazard - Torres
Schiedsrichter: Kassai (Ungarn)

Seit Sommer schwingt "The Special One" wieder das Zepter an der Stamford Bridge. Groß verändert hat sich Mourinho seit seiner ersten Amtszeit in London (2004 - 2007) nicht. Mit der Presse legt er sich regelmäßig an und Platzverweise sind keine Seltenheit. Erst am Wochenende wurde "Mou" wieder auf die Tribüne geschickt, nachdem er sich ohne Unterlass beim vierten Offiziellen über das vermeintliche Zeitspiel von Cardiff City beschwert hatte. Ihm droht nun eine Sperre. Aber so ist er nun mal. Für den Erfolg tut Mourinho alles – und der gibt ihm momentan Recht. In der Liga liegt Chelsea nach 5 Siegen, 2 Remis und einer Niederlage nur 2 Punkte hinter Spitzenreiter FC Arsenal und 6 Punkte vor dem schwächelnden Meister, Manchester United.

Wie üblich nahm der Club von Chelsea-Boss Roman Abramowitsch dieses Jahr wieder ordentlich Geld in die Hand, um nach dem peinlichen CL-Vorrunden-K.o. im Vorjahr wieder voll anzugreifen. Für Leverkusens André Schürrle investierte man 22 Millionen Euro, den Brasilianer Willian von Anschi ließ man sich schlappe 35,5 Millionen kosten. Die mit Fernando Torres, Oscar und Demba Ba ohnehin schon gut besetzte Offensive verstärke man mit Samuel Eto’o, der immerhin zum Nulltarif kam.

Rein zahlenmäßig ist die Partie zwischen Schalke und Chelsea kein Duell auf Augenhöhe. Während sich der Marktwert von "Königsblau" auf rund 180 Millionen Euro beläuft, stehen dem 460 Millionen bei den Engländern gegenüber. Apropos Engländer: 80 Prozent der Spieler im Kader sind keine Engländer. Die übrigen, wie John Terry (32) und Frank Lampard (35), sind in die Jahre gekommen, was die Philosophie des Clubs verdeutlicht: Anstatt in die Jugend zu investieren, wird lieber für teures Geld auf dem Transfermarkt zugeschlagen.

Schürrle mit schlechter Bilanz

Auch wenn Chelsea vom Spielermaterial Schalke überlegen sein sollte, ist für den Bundesligisten durchaus etwas drin. Denn während die "Blues" zuhause alle Ligaspiele gewonnen haben, sind auswärts durchaus Schwächen zu erkennen. Ob Schürrle nach seiner Muskelzerrung wieder zurück in die Startelf kehrt, ist noch offen. Große Kopfschmerzen sollte Schalke diese Personalie aber nicht bereiten. Die Bilanz des deutschen Nationalspielers gegen S04 ist mit zwei Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen sowie einem verschossenen Elfmeter nicht gerade angsteinflößend.

Ausschlaggebend wird sein, ob Schalke der Offensive der Gäste standhalten kann. Der Abwehrverbund um Felipe Santana und Benedikt Höwedes wird mit Eden Hazard, Juan Mata, Willian, Oscar & Co. wohl alle Hände voll zu tun haben. Kein Wunder, dass Horst Heldt nach den zwei Gegentoren in Braunschweig schwarz für die Partie gegen Chelsea sieht.

"Wenn wir gegen Chelsea bestehen wollen, brauchen wir dringend eine individuelle Leistungssteigerung", sagte der Schalker Sportdirektor. Immerhin: Gegen die "Blues" werden Kevin-Prince Boateng und Keeper Timo Hildebrand zurück ins Team kommen.

Quelle: ntv.de, sport.de

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