Fußball

St. Pauli nimmt wieder Fahrt auf Schalkes Woche endet auch sportlich schwierig

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Der FC Schalke spielte ohne Trikotsponsor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der Winterpause kommt der FC St. Pauli im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga erstmal aus dem Tritt. Doch am 24. Spieltag nehmen die Hamburger beim Schlusslicht wieder Fahrt auf. Der FC Schalke hat eine komplizierte Woche hinter sich. Sie endet auch sportlich schwierig.

Karlsruher SC - FC Schalke 04 1:1 (1:1)

Der FC Schalke 04 hat den Sprung in die Aufstiegszone verpasst. Der Bundesliga-Absteiger kam in einem intensiven und spannenden Spiel nicht über ein 1:1 (1:1) beim Karlsruher SC hinaus. Die Gelsenkirchener, die wie angekündigt ohne den Schriftzug ihres umstrittenen russischen Sponsors Gazprom auf den Trikots aufliefen, gingen durch den 16. Saisontreffer von Stürmer Simon Terodde in Führung (27. Minute). Kyoung-Rok Choi (34.) glich für den KSC vor 15.000 Zuschauern aus.

Die Gäste, die im Mittelfeld erneut mit dem von Zenit St. Petersburg ausgeliehenen Jarloslaw Michailow begannen, setzten Karlsruhe zunächst unter Druck. Doch die Gastgeber fingen sich schnell, wodurch sich eine ausgeglichene Partie auf hohem Zweitliga-Niveau entwickelte. Nachdem Terodde per Kopf zum 0:1 getroffen hatte, glich Choi ebenfalls aus wenigen Metern aus. Kurz zuvor hatte KSC-Torjäger Philipp Hofmann aus kurzer Distanz den rechten Pfosten getroffen (30.).

Nach der Pause war es erneut Hofmann, der mit einem Kopfball Schalke-Torwart Martin Fraisl prüfte (49.). Auf der anderen Seite dauerte es bis zur 68. Minute, ehe Dominick Drexlers Kopfball, abgefälscht von KSC-Verteidiger Marco Thiede, nur an den Außenpfosten ging. Die Königsblauen suchten nun wieder mehr die Offensive - und der eingewechselte Marvin Pieringer scheiterte bei einer Riesenchance an KSC-Torwart Marius Gersbeck (90.+1). Doch auch die Karlsruher vergaben noch Chancen auf den Sieg.

FC Ingolstadt - FC St. Pauli 1:3 (1:2)

Der FC St. Pauli hat mit einem souveränen Sieg beim Abstiegskandidaten FC Ingolstadt ein Zeichen im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga gesetzt. Die Hamburger rückten durch das 3:1 (2:1) im Audi Sportpark an die Tabellenspitze. Es war eine überzeugende Reaktion auf das jüngste 0:3 gegen Hannover 96 und zugleich eine gelungene Einstimmung auf das DFB-Pokal-Viertelfinale am kommenden Dienstag beim Bundesligisten Union Berlin.

Für die Ingolstädter dagegen ist die Heimschlappe ein harter Wirkungstreffer im Kampf um den Klassenverbleib. Die direkte Rückkehr in die 3. Liga rückt für den Tabellenletzten näher. St. Pauli war vor 5511 Zuschauern überlegen und nach den Toren von Freistoß-Kunstschütze Daniel-Kofi Kyereh (22. Minute), Torjäger Guido Burgstaller (37.) und Simon Makienok (55.), der zudem einen Kopfball an den Pfosten setzte (61.), der verdiente Sieger. Die Gastgeber glichen durch Angreifer Dennis Eckert Ayensa (34.) zum 1:1 aus.

Die Schanzer agierten defensiv wie beim dritten Gegentor oft zu passiv. Offensiv fehlte der entscheidende Punch. Hinzu kam Pech: Kapitän Michael Heinloth musste früh mit einer Muskelverletzung vom Platz (19.). Der für den Außenverteidiger eingewechselte Maximilian Neuberger verletzte sich am Fuß und humpelte auch vom Platz (32.).

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 0:2 (0:1)

Der 1. FC Nürnberg mischt nach zwei Siegen nacheinander wieder kräftig im Aufstiegsrennen mit. Mit dem 2:0 (1:0) beim FC Hansa Rostock rückte die Mannschaft von Trainer Robert Klauß nah an die Aufstiegsränge heran. In der kommenden Woche haben die Franken gegen den Hamburger SV die Chance, gegen einen direkten Konkurrenten ihre Situation weiter zu verbessern. In Rostock brachte Pascal Köpke (34.) mit seinem zweiten Saisontreffer die Gäste vor 10.000 Zuschauern in Führung. Taylan Duman (63.) sorgte für die Entscheidung. Beide Spieler hatten auch schon beim 2:0 gegen den Jahn Regensburg eine Woche zuvor die Treffer erzielt.

Duman war auch am Führungstor von Köpke entscheidend beteiligt. Er war mit einem an ihn selbst verursachten Foulelfmeter an Hansa-Torwart Markus Kolke gescheitert. Köpke reagierte am schnellsten und drückte per Kopf den zurückspringenden Ball ins Tor. Für Hansa setzte sich mit der Niederlage die Heimmisere fort. Erst zwei Mal gewann der Aufsteiger bislang im eigenen Stadion. Die Mecklenburger können nach den Sonntagsspielen noch auf den Abstiegsrelegationsplatz rutschen. Hansa investierte viel, kam aber zu selten in Abschlusssituationen. Die Nürnberger standen in der Defensive zumeist sicher und warteten geduldig auf ihre Chance.

Einer der auffälligsten Rostocker Spieler vor der Pause war der Ukrainer Danylo Sikan, der trotz des Angriffs Russlands auf sein Heimatland erstmals in der Startelf stand. Er war Ende Januar als Leihgabe von Schachtjor Donezk bis zum Juni zu Hansa gekommen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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