Fußball

"Mehr Geimpfte und Genesene" Spahn denkt an Lockerungen für Bundesliga

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In Dortmund durften am ersten Spieltag 25.000 Fans ins Stadion, mehr als im Rest der Liga.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die Fußball-Bundesliga drängt darauf, die Stadien komplett füllen zu können. Gesundheitsminister Spahn sagt, dass es dazu einer entsprechenden Regeländerung bedarf. Und Hertha-Geschäftsführer Bobic erklärt, warum die leeren Plätze am ersten Spieltag kein Grund zur Sorge sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Bundesliga-Klubs in der Zuschauer-Frage Hoffnung auf vollere Stadien gemacht. "Ich denke, man kann eins machen: Dass man bei den Teilnehmerzahlen Geimpfte und Genesene anders rechnet als Getestete. Es können ohne Zweifel deutlich mehr Geimpfte und Genesene in einem Stadion - zumal unter freiem Himmel - dann auch als Zuschauer dabei sein, als es sonst möglich ist", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Dies würde eine Abkehr von den Beschlüssen von Bund und Ländern bedeuten. Diese hatten am 10. August festgelegt, dass die Stadien bis zu 50 Prozent, aber nur maximal mit 25.000 Zuschauern gefüllt werden dürfen. In die Arenen dürfen nur Geimpfte, Genesene und Getestete (3G-Regel). Die Klubs hatten die Deckelung der Zuschauer-Kapazität zunehmend kritisch hinterfragt, Geschäftsführer Fredi Bobic von Hertha BSC sprach sogar schon von der Möglichkeit einer Klage. Er hatte außerdem gefordert, dass vor allem für Geimpfte und Genesene keine Beschränkungen mehr geben solle.

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Klubs wie der 1. FC Köln lassen bereits jetzt schon nur vorwiegend Geimpfte oder Genesene ins Stadion, bei anderen Vereinen werden Fans mit einem Impf-, Genesenen- oder einem Testnachweis gewissermaßen gleich behandelt. Die Debatte über die sogenannte 2G-Regel beschäftigt die Bundesliga seit Wochen. Für die Klubs sind die Ticketverkäufe eine wichtige Einnahmequelle. "Auch mit 20.000 oder 25.000 Zuschauern fehlen uns zwei Millionen Euro pro Heimspiel. Unser Anspruch ist es, wieder schwarze Zahlen zu schreiben", hatte etwa Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zuletzt gesagt.

Allerdings waren die möglichen Besucher-Kontingente in den Stadien während der ersten beiden Spieltage der laufenden Saison nicht ausgeschöpft worden. Hertha-Geschäftsführer Bobic erklärte die Zurückhaltung so: "Es gibt schon einen Drang, ins Stadion zu wollen. Dass der eine oder andere aber erstmal anschauen will, wie es funktioniert, das ist etwas ganz Normales." Es sei nachvollziehbar, "sich nicht ganz so sicher zu sein" und erst einmal abzuwarten.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

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