Fußball

Aue patzt kurz vor Schluss St. Pauli verschenkt spät sein Elferglück

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Dimitrios Diamantakos (Nr. 18) durfte zweimal zum Elfmeter antreten und traf zweimal.

(Foto: dpa)

Am 12. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga rutscht die Überraschungsmannschaft aus Aue durch ein spätes Gegentor noch vom Relegationsrang. Der FC St. Pauli kassiert den Ausgleich sogar noch später - und so kaum von zwei Elfmetern profitieren. Greuther Fürth klettert dagegen.

FC St. Pauli - Karlsruher SC 2:2 (0:0)

Der FC St. Pauli hat in der 2. Fußball-Bundesliga seinen Negativlauf fortgesetzt. Die Hamburger verspielten in der Schlussphase gegen den Karlsruher SC eine 2:0-Führung und mussten sich am Ende mit einem 2:2 (0:0) zufriedengeben. Durch die späten Treffer von Marc Lorenz (86.) und Marvin Pourie (90.+1) rettete der KSC seine Serie und blieb auch im achten Pflichtspiel ohne Niederlage. Der FC St. Pauli wartet seit nunmehr vier Punktspielen auf einen Erfolg. Dimitrios Diamantakos hatte die Gastgeber durch zwei Foulelfmeter in der 50. und 61. Minute in Front geschossen.

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Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion doninierten die Hanseaten von Beginn an. Der KSC, bei dem Mittelfeldspieler Manuel Stiefler wegen der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes kurzfristig fehlte, vertraute auf Konter und Standardsituationen. Die Deckung der Gastgeber mit Robin Himmelmann im Tor, der noch am Mittwoch im Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt (1:2) überraschend Korbinian Müller weichen musste, geriet dabei zunächst kaum in Gefahr.

Kurz nach der Pause belohnten sich die Hanseaten. Nach einem Foul an St. Paulis Kapitän Daniel Buballa im KSC-Strafraum, verwandelte Diamantakos (50.) den Elfmeter sicher. Elf Minuten später traf der Stürmer erneut vom Punkt, nachdem Ryo Miyaichi im Strafraum von Karlsruhes Lukas Fröde mit dem Fuß am Kopf getroffen worden war. In der Schlussphase verloren die Hamburger ihre Linie. Lorenz und Pourie sicherten dem KSC noch das sechste Remis in der Liga nacheinander.

FC Erzgebirge Aue - FC Heidenheim 1:1 (0:0)

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Kevin Müller flog vergeblich, gleich steht´s 1:0 für Aue.

(Foto: imago images/Eibner)

Das Verfolgerduell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem 1. FC Heidenheim ist ohne Sieger geblieben. Beide Teams trennten sich am Samstag 1:1 (0:0). Die Führung der Gastgeber durch Philipp Riese (54. Minute) konnte der eingewechselte Stefan Schimmer (88.) kurz vor dem Ende ausgleichen.

Die erste Hälfte bot den 8700 Zuschauern im Erzgebirgsstadion nur wenige Höhepunkte. Für Gefahr sorgten lediglich Kopfball-Chancen von Aues Philipp Zulechner (12.) und auf der anderen Seite von Arne Feick (39.). Nach dem Seitenwechsel traf Riese mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Führung für die Sachsen. Heidenheim drängte anschließend auf den Ausgleich. Schimmer gelang schließlich aus Nahdistanz der Treffer zum 1:1-Endstand.

SpVgg Greuther Fürth - SV Darmstadt 98 3:1 (2:0)

Die SpVgg Greuther Fürth ist an die vorderen Tabellenplätze herangerückt. Die in der Offensive gefährlichen Franken bezwangen den schwachen SV Darmstadt mit 3:1 (2:0) und verbesserten sich vom siebten auf den fünften Rang. Die Hessen liegen nur auf Platz 14. Vor 8225 Zuschauern in Fürth ließ Darmstadts unsicherer Schlussmann Marcel Schuhen einen Fernschuss von Branimir Hrgota (31. Minute) bei freier Sicht durch die Hände rutschen. Bedrängt von Daniel Keita-Ruel unterlief Immanuel Höhn (37.) noch vor der Pause ein Eigentor.

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Branimir Hrgotas erster Streich an diesem Samstag.

(Foto: imago images/Zink)

Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel machte Hrgota mit einem Tor von der Strafraumgrenze schon alles klar. Einen Elfmeterpfiff wegen angeblichen Fouls von Marco Caligiuri an Tim Skarke (77.) nahm Schiedsrichter Harm Osmers nach Ansicht der Videobilder zurück. Der Anschlusstreffer von Victor Palsson (87.) kam zu spät.

Die Fürther besaßen deutlich mehr Ballbesitz und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Kurz vor der Pause hätte Havard Nielsen schon auf 3:0 erhöhen können. Die Darmstädter lieferten bis auf die Schlussphase eine ganz blasse Vorstellung. Die lauffreudigen und beweglichen Gastgeber konnten es sich nach dem dritten Tor erlauben, das Ergebnis zu verwalten.

Quelle: ntv.de, ter/dpa