Fußball

Hannover trifft spät doppelt Superjoker Modeste überrollt Stuttgart

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Sechs Minuten, zwei Tore: Anthony Modeste.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Der 1. FC Köln steht dank seines Torjägers Anthony Modeste im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der braucht nach seiner Einwechselung keine Zeit zum Warmwerden. In den Zweitliga-Duellen des Abends setzt sich Hannover 96 zu Hause durch, während es in Regensburg Elfmeterschießen gibt.

VfB Stuttgart - 1. FC Köln 0:2 (0:0)

Superjoker Anthony Modeste hat den 1. FC Köln in einem engen Pokalfight beim VfB Stuttgart mit seinem nächsten Doppelpack ins Achtelfinale geschossen. Die Geißbock-Elf rang lange Zeit gleichwertige Schwaben im 100. Pflichtspiel-Duell beider Klubs dank des brandgefährlichen Franzosen mit 2:0 (0:0) nieder. Modeste traf wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zur Führung (72.) und sorgte auch für die Entscheidung (77.).

Der FC und Modeste, der schon in der Liga in Leverkusen doppelt getroffen hatte und jetzt bei acht Pflichtspieltreffern steht, nehmen jede Menge Selbstvertrauen in die schwere Liga-Aufgabe bei Borussia Dortmund. Bei Stuttgart dagegen kehrt nach zuletzt vier Partien ohne Pleite wieder Ernüchterung ein. Von einer frühen Chance durch Chris Führich (6.) abgesehen, fehlte es den Schwaben trotz recht gefälliger Spielanlage im letzten Drittel an Durchschlagskraft und der nötigen Präzision. Köln stellte das Zentrum immer wieder gut zu, und auch über die Außen sorgte der VfB zu selten für Gefahr.

Der torgefährliche VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos (44.) scheiterte bei der besten Gelegenheit am Kölner Keeper Marvin Schwäbe. Die Geißbock-Elf sorgte ihrerseits trotz zunehmender Spielkontrolle kaum für Aufreger; der Schuss von Jan Thielmann (45.) war leichte Beute für Ersatztorwart Fabian Bredlow. Mit Anpfiff der zweiten Hälfte versuchte Baumgart, seine bis dahin harmlose Offensive mit der Hereinnahme von Mark Uth zu beleben. Dadurch änderte sich die Statik des Spiels, endlich gab es auf beiden Seiten echte Chancen. Schwäbe ermöglichte die erste, als er einen Schuss von Mateo Klimowicz (48.) durch die Beine flutschen ließ - ins Toraus.

Mit zunehmender Spielzeit wurde die Begegnung hitziger, Schiedsrichter Deniz Aytekin rief Spieler wie Verantwortliche zur Räson. Dann griff Baumgart erneut entscheidend ins Geschehen ein, als er Modeste brachte. Der staubte nach einem Schuss von Uth zunächst zum 0:1 ab. Über Uth fiel auch das 0:2. Er bediente Thielmann, dessen Hereingabe Modeste unter die Latte knallte.

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

Hannover 96 ist erstmals seit fünf Jahren ins Achtelfinale eingezogen. Der Pokalsieger von 1992 setzte sich im Zweitliga-Duell gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:0 (1:0) durch. Sebastian Kerk (30.) und Doppelpacker Maximilian Beier (90.+3/90.+6) erzielten die Treffer gegen den zweimaligen Pokalsieger.

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Kerk grüßte nach seinem Tor in die Kamera.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Trotz vier Spielen ohne Sieg in der Liga begannen die Niedersachsen selbstbewusst. Die Gastgeber gingen aggressiv in die Zweikämpfe und erarbeiteten sich leichte Feldvorteile. Die Gäste verbuchten durch Robert Bozenik dennoch die erste Chance (17.). Hannover kam in der Folge aber immer besser in Schwung und ging nach einer schönen Kombination in Führung. Kerk traf nach einem Doppelpass mit Beier. Die Führung gab Hannover noch mehr Sicherheit, Julian Börner verpasste das 2:0 (43.).

Die Gastgeber zogen sich in der zweiten Hälfte etwas zurück, doch Düsseldorf fiel zunächst wenig ein. Dem Spiel der Rheinländer mangelte es an Präzision. Jakub Piotrowski hatte dennoch die Chance zum Ausgleich (68.). In der Nachspielzeit machte Beier alles klar.

Jahn Regensburg - Hansa Rostock 2:4 i.E. (3:3, 2:2, 0:1)

Fußball-Zweitligist Jahn Regensburg hat trotz einer Aufholjagd den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Im Liga-internen Duell mit Hansa Rostock verlor das seit sechs Spielen ungeschlagene Überraschungsteam im Elfmeterschießen mit 2:4. Nach 120 Minuten stand es 3:3 (2:2, 0:1). Aufsteiger Rostock steht damit nach 13 Jahren wieder einmal in der Runde der besten 16 Teams.

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In einer vor allem von schlechten Sichtverhältnissen durch den starken Nebel geprägten Partie trafen Julian Riedel (9.), Streli Mamba (56.) und Pascal Breier (120.+1) für Hansa. Sarpreet Singh (71.) und Joel Zwarts (90.+1) hatten die Gastgeber vor 7360 Zuschauern in die Verlängerung gerettet. In dieser sorgte Steve Breitkreuz (101.) für die Führung, doch Breier schlug spät zurück.

Obwohl Regensburg den besseren Start in die Partie erwischte, machte Rostock das Tor. Mamba verlängerte eine Ecke von Kevin Schumacher auf Riedel, der aus kurzer Distanz einschob. Danach blieben die Offensivbemühungen des Jahn meist harmlos, die Partie verlor an Tempo. Nach dem zweiten Gegentreffer wuchs der Druck auf das Tor von Hansa-Keeper Markus Kolke minütlich.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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