Fußball

Nullnummer im Spitzenspiel Tottenham spitze, Klopp in Rage

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Klopp spricht mit Milner: Am Ende reicht es nicht zu einem Sieg in Brighton.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der FC Liverpool patzt - in letzter Minute. Teammanager Klopp is not amused. Nutznießer ist Tottenham. Die können im Londoner Derby gegen Chelsea zwar nicht glänzen, bleiben aber dennoch Spitzenreiter der Premier League, zur Freude von Coach Mourinho.

Nach dem 10. Spieltag der englischen Premier League heißt der Tabellenführer weiter Tottenham Hotspur. Der Mannschaft von José Mourinho genügte am Sonntag ein torloses Unentschieden beim Londoner Lokalrivalen FC Chelsea, um Platz eins zurückzuerobern. Der FC Liverpool hatte am Samstag durch ein 1:1 (0:0) bei Brighton & Hove Albion vorübergehend die Spitze übernommen. Beide Teams sind mit 21 Zählern punktgleich, Tottenham hat aber die bessere Tordifferenz.

Das 0:0 zwischen den Blues und den Spurs war leistungsgerecht. Zwar hatte Nationalspieler Timo Werner den Ball nach elf Minuten ins Tor geschossen, doch die vermeintliche Führung für die Gastgeber zählte wegen einer Abseitsposition nicht. Die Blues agierten insgesamt etwas offensiver als die Spurs. Aber der frühere Chelsea-Coach Mourinho hielt mit Tottenham dagegen, und sein Team hatte auch Chancen.

Havertz wieder im Chelsea-Kader

Bei Chelsea kehrte Kai Havertz nach überstandener Corona-Infektion in den Kader zurück. Der Nationalspieler wurde in der 83. Minute eingewechselt, konnte aber - genauso wie die eingewechselten Offensivkräfte Christian Pulisic und Olivier Giroud - am 0:0 nichts mehr ändern. Bei den Spurs bleib Gareth Bale 90 Minuten auf der Bank.

Liverpool hatte den Sieg am Samstag erst in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Nach dem Führungstor von Diogo Jota (60.) traf Pascal Groß (90.+3) zum späten Ausgleich für Brighton. Jürgen Klopp lieferte sich nach dem Abpfiff ein kurioses Wortgefecht mit einem Reporter.

Klopp versucht's sarkastisch

"Gratulation!", sagte Klopp sarkastisch, als er auf die Verletzung von James Milner angesprochen wurde. "Mir persönlich?", entgegnete Des Kelly vom Sender BT Sport verwirrt. "Nein, aber Sie arbeiten ja für die", sagte Klopp, der den TV-Sendern wegen des engen Spielplans eine Mitschuld an der Verletzungsmisere im Liverpool-Kader gibt.

"Sie haben die Anstoßzeit um 12.30 Uhr gewählt", sagte Klopp drei Tage nach der 0:2-Pleite in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Kelly widersprach allerdings. "Wir sind nur die Sender und arbeiten nach Premier-League-Regeln", sagte der Reporter. "Wenn Sie hierherkommen und auf den Sender losgehen, führt das zu nichts."

ManUnited kämpft sich zurück

Rekordmeister Manchester United kam am Sonntag beim FC Southampton nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch zurück. Edeljoker Edinson Cavani, der zur Halbzeitpause eingewechselt wurde, drehte die Partie mit seinem Doppelpack (74./90.+3). Die Saints waren zunächst durch Jan Bednarek (23.) und James Ward-Prowse (33.) in Führung gegangen. Bruno Fernandes (59.) hatte den Anschlusstreffer für Man United erzielt.

Im letzten Spiel des Sonntags unterlag der FC Arsenal mit Bernd Leno im Tor im Heimspiel den Wolverhampton Wanderers 1:2 (1:2). Das Team aus dem Norden Londons, bei dem Mesut Özil keine Rolle mehr spielt, verlor damit den Anschluss an die Europapokal-Plätze und liegt auf Rang 14. Überschattet wurde das Spiel durch eine schwere Kopfverletzung von Wolverhamptons Raul Jimenez.

Quelle: ntv.de, bad/dpa