Fußball

Pokal bringt das Hammer-Duell Tuchel profitiert von schrägem Arsenal-Remis

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So richtig dürften auch die Gunners nicht wissen, wie sie das geschafft haben.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Früh rennt Arsenal im Premier-League-Derby gegen West Ham einem 0:3-Rückstand hinterher, kann ihn aber noch ausgleichen. Die Gunners selbst schießen nur ein Tor, leisten dafür aber Schützenhilfe für Thomas Tuchels FC Chelsea. Der setzt derweil im FA Cup seine sagenhafte Serie fort.

Der FC Arsenal hat sich in einem kuriosen und äußerst unterhaltsamen London-Derby bei West Ham United nach einem 0:3-Rückstand noch ein Unentschieden erkämpft. Beim 3:3 (1:3) in Ost-London schossen die Gunners selbst aber nur ein einziges Tor.

Im Nachholspiel der Premier League lag Arsenal nach nur einer guten halben Stunde deutlich und verdient zurück. Jesse Lingard (15. Minute), Jarrod Bowen (17.) und Tomas Soucek (32.) hatten die starken Gastgeber im Londoner Olympiastadion in Führung geschossen. Dann ging bei den Hammers jedoch einiges schief.

Noch vor der Halbzeitpause beförderte Soucek (38.) den Ball zum zweiten Mal ins Tor, allerdings ins eigene. Auf das Eigentor des Tschechen folgte in der zweiten Hälfte das nächste durch Craig Dawson (61.). Bitter für Dawson: Schon in der Vorwoche hatte er mit seinem Eigentor die Partie gegen Manchester United (0:1) entschieden.

Schützenhilfe, ohne selbst zu treffen

Die Partie bei West Ham war damit wieder offen, und beide Mannschaften hatten gute Chancen, weitere Tore zu erzielen. Alexandre Lacazette (82.) nutzte seine und traf per Kopf zum Ausgleich. In den umkämpften Schlussminuten drängten beide Teams auf den Siegtreffer, doch es blieb beim Remis. Damit festigt West Ham seinen fünften Tabellenplatz vor Jürgen Klopps FC Liverpool. Mit einem Sieg hätten die Londoner mit dem FC Chelsea, der von Thomas Tuchel trainiert wird, im Kampf um den Champions-League-Platz vier gleichziehen können.

Tuchel selbst war mit seinen Blues in einem anderen Wettbewerb unterwegs und zog ins Halbfinale des FA-Cups ein. Ohne zahlreiche Stammspieler setzte sich Chelsea im Viertelfinale mit 2:0 (1:0) gegen den abgeschlagenen Premier-League-Tabellenletzten Sheffield United durch. Die Londoner gewannen an der heimischen Stamford Bridge durch ein Eigentor von Sheffields Oliver Norwood (24. Minute), der einen Schuss von Ben Chilwell unhaltbar für Torwart Aaron Ramsdale abfälschte, und einen späten Treffer von Hakim Ziyech (90.+2).

Unheimliche Serie hat weiter Bestand

Tuchel, der seit seinem Amtsantritt im Januar wettbewerbsübergreifend in 14 Spielen ungeschlagen ist, ließ das DFB-Trio Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz zunächst auf der Bank. Vier Tage nach dem 2:0-Sieg gegen Atlético Madrid in der Champions League rotierte der Coach auf mehreren Positionen, schonte einige Stammspieler und ließ Ersatztorwart Kepa spielen.

Nach einer dominanten ersten Halbzeit, in der Chelsea höher hätte führen müssen, taten die Blues in der zweiten Hälfte nur das Nötigste und ließen Abstiegskandidat Sheffield lange Zeit trotzdem kaum zu Chancen kommen. Tuchel wechselte fünfmal. Havertz kam in der 72. Minute aufs Feld. Die Gäste wurden erst in der Schlussphase etwas gefährlicher. Kurz vor dem Abpfiff vergab Rhian Brewster die beste Chance zum Ausgleich, als er das Tor nur knapp verfehlte. Im Gegenzug sorgte Ziycech für die Entscheidung.

Auch Leicester City zog mit einem 3:1 (1:1) gegen Manchester United ins Halbfinale ein. Kelechi Iheanacho (24./78.) und Youri Tielemans (52.) trafen zu Hause für die Foxes. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für United hatte Mason Greenwood (38.) erzielt. In der nächsten Runde empfängt Leicester den FC Southampton, der am Samstag mit 3:0 (1:0) beim Zweitligisten AFC Bournemouth gewonnen hatte. Man City hatte durch ein 2:0 (0:0) beim FC Everton das Halbfinale erreicht und wartet dort auf Chelsea.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/sid

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