Fußball

Herausforderung für Nagelsmann Überraschende Kader-Ansage des FC Bayern

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Sie gehen.

(Foto: Pool via REUTERS)

Der FC Bayern verliert in diesem Sommer drei Helden seiner glorreichen Titel-Jahre. Gerüchte um den Wechsel eines Weltmeisters wollen ebenfalls nicht verstummen. Aber egal, was noch passiert, weitere Stars neben Dayot Upamecano wird es für Trainer Julian Nagelsmann wohl nicht mehr geben.

Herbert Hainer hat eine Einschätzung, die mutmaßlich nicht jeder Mensch, der den FC Bayern mag, teilen wird. Der Präsident des Rekordmeisters findet nämlich, dass in diesem Sommer "keine Notwendigkeit für weitere teure Transfers" besteht. "Wir werden den Kader ergänzen, aber keine teuren Transfers tätigen." Der FC Bayern, so begründet er im "Bild"-Podcast "Bayern-Insider", habe eine "unheimlich starke, junge Mannschaft mit enorm viel Potenzial." Nun, da wird sich Stand jetzt, kaum eine starke Veto-Front aufbauen.

Aber Stand jetzt ist eben nicht Stand in diesem Sommer. Und dann wird der edle Kader der Münchner zumindest auf der Seite der Abgänge tüchtig geschüttelt. Mit David Alaba und Jérôme Boateng verlassen die beiden von Trainer Hansi Flick bevorzugten Innenverteidiger den Klub. Nun, da sich auch der zermürbte Coach freiwillig zurückzieht, ist das die Chance für jene Spieler in der Abwehr, denen die Rolle als Stammkraft bisher verweigert wurde. Da wäre zum Beispiel ein Niklas Süle oder aber auch Rekordeinkauf Lucas Hernández. Schlecht ist das natürlich alles nicht. Punktsieg für Hainer. Und mit Dayot Upamecano kommt ja schließlich auch noch eine teure Verstärkung. Aus Leipzig. Daher kommt auch der neue Coach Julian Nagelsmann.

Dessen Arbeit mit dem Kader wird sich dann auf die Entwicklung von Talenten konzentrieren müssen. Mit Javi Martinez verliert er noch einen weiteren erfahrenen Mann, auch wenn dessen Körper dem höchsten Niveau in München schon länger nicht mehr standhielt. Auf wen der Trainer womöglich noch verzichten muss: Corentin Tolisso. Der Weltmeister ist auch wegen zahlreicher Verletzungen nie richtig angekommen an der Säbener Straße. Ausreichend Gerüchte um einen Abgang gibt es. Ob es auch ausreichend Gründe gibt? Nun, noch unklar. Für die Breite des ohnehin nicht besonders breiten Kaders wäre das ein amtlicher Hieb.

Ebenso unklar wie die Situation von Tolisso ist auch die Situation von gleich mehreren Talenten: Was mit dem moppernden Ersatztorwart Alexander Nübel sowie den Leihspielern Michaël Cuisance (Marseille), Adrian Fein (Eindhoven), Joshua Zirkzee (Parma) und Chris Richards (Hoffenheim) passiert, ist offen. Dass die Qualität des Aufgebots aufgrund der Abgänge leiden wird, nun, das ist indes (natürlich) nicht das Ansinnen der Bosse. Auch wenn es auf der Zugangsseite bislang neben den beiden Leipzigern nur noch Omar Richards gibt. Der 23 Jahre alte Linksverteidiger kommt ablösefrei vom englischen Zweitligisten Reading. Aber es gibt eben auch Gründe für die Zurückhaltung.

Natürlich wolle der FC Bayern "den besten Kader haben", erklärte Hainer in dem Podcast. "Die Realität ist aber auch, dass dieser "beste Kader" auch finanziert werden muss. Es ist kein Geheimnis, dass Corona auch den FC Bayern hart trifft. Das hat Einfluss auf unseren Budget-Rahmen. Wir gehen von etwa 150 Millionen Euro Mindereinnahmen aus seit März 2020", sagte Hainer, auch Chef des Aufsichtsrates, einmal mehr. Der 66-Jährige prophezeit deshalb auch für den FC Bayern, "dass der Transfermarkt keine leichte Aufgabe wird".

Quelle: ntv.de, tno

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