Fußball

Karim Adeyemi kommt von Salzburg Der BVB wildert schon wieder im DFB-Kader

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Adeyemi ist der nächste neue DFB-Spieler beim BVB.

(Foto: imago images/Norbert Schmidt)

Borussia Dortmund ist früh sehr aktiv auf dem Transfermarkt. Nach Niklas Süle und Nico Schlotterbeck unterzeichnet mit Karim Adeyemi bereits der dritte DFB-Spieler beim Vizemeister. Der 20-Jährige soll nicht den nach England abwandernden Erling Haaland ersetzen. Dem BVB steht ein großer Umbruch bevor.

Borussia Dortmund hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen und bastelt weiter an dem Ballspielverein Borussia Deutschland. Mit Nationalstürmer Karim Adeyemi von RB Salzburg verpflichtet der Vizemeister der am Samstag endenden Bundesliga-Saison bereits den dritten DFB-Spieler. Der Bundesligist gab den Transfer kurz nach Vollzugsmeldung des Wechsels von Superstar Erling Haaland zu Manchester City bekannt. Als Ablöse ist eine Summe von zwischen 30 und 40 Millionen Euro im Gespräch. Der 20-jährige Angreifer kommt mit der Empfehlung von 23 Toren in 42 Pflichtspielen für Salzburg in der laufenden Spielzeit und unterschrieb einen bis 30. Juni 2027 gültigen Vertrag.

"Karim Adeyemi ist ein hochtalentierter, junger deutscher Nationalspieler, dessen Stärke im Abschluss unserem Offensivspiel genauso gut zu Gesicht stehen wird wie sein extremes Tempo", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. "Nach den Transfers von Niklas Süle und Nico Schlotterbeck bekommen wir in Karim Adeyemi für die kommende Saison einen weiteren sehr spannenden Spieler", fügte Sebastian Kehl, der ab der kommenden Saison als Sportdirektor des BVB fungieren wird, hinzu. "Seine Schnelligkeit und Torgefahr sind beeindruckend, und obwohl Karim mit gerade einmal 20 Jahren fußballerisch und athletisch schon sehr weit ist, sehen wir enormes Entwicklungspotenzial in ihm."

Adeyemi selbst unterstrich, dass er als kleiner Junge war "fasziniert vom schwarzgelben Tempofußball" war. "Ich habe bewusst auch langfristig unterschrieben, weil ich davon überzeugt bin, dass wir eine spannende Mannschaft sein werden, die mit der Unterstützung der fantastischen Dortmunder Fans mittelfristig in der Lage sein wird, um Titel mitzuspielen und sie auch gewinnen zu können", so der Angreifer.

Die Nationalverteidiger Niklas Süle vom FC Bayern München und Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg waren bereits vorher zum Westfalenstadion transferiert worden. Wie auch Adeyemi war auch der Freiburger Schlotterbeck mit Bayern München in Verbindung gebracht worden. Wie weit die Gespräche zwischen den Spielern und dem Rekordmeister vorangeschritten waren, ist nicht bekannt.

Über Unterhaching nach Österreich

Adeyemi debütierte im September 2021 beim 6:0 gegen Armenien mit einem Treffer für die deutsche Nationalmannschaft. Darauf folgten bislang noch zwei weitere Auftritte im DFB-Dress. Der gebürtige Münchener durchlief als Stürmer alle Jugendnationalmannschaften und wurde 2019 als bester U17 Spieler Deutschlands mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Der 20-Jährige wurde als Jugendspieler früh beim FC Bayern aussortiert und fand über den Umweg SpVgg Unterhaching als 16-Jähriger den Weg nach Österreich zu RB Salzburg. Die zahlten die klubinterne Rekordablösesumme von 3,35 Millionen Euro. Dort stand er noch bis zum Sommer 2024 unter Vertrag.

Bei Borussia Dortmund zeichnete sich in diesem Sommer erneut ein riesiger Umbruch ab. Unter dem neuen Sportdirektor Sebastian Kehl, der zur kommenden Spielzeit die Vereinslegende Michael Zorc ablösen wird, will der BVB versuchen, seinen Anhänger eine runderneuerte Mannschaft zu bieten.

BVB-Kader verändert mal wieder das Gesicht

Neben den Abgängen von Erling Haaland, dem in die USA abwandernden dritten Torhüter Roman Bürki und Mittelfeldspieler Axel Witsel werden weitere Veränderungen erwartet. Nationalspieler Julian Brandt würden keine Steine in den Weg gelegt werden, auch über einen Wechsel von Ex-Nationalspieler Nico Schulz wären die Verantwortlichen in der Vereinszentrale am Ruhrschnellweg mehr erfreut als ernüchtert.

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Der Schweizer Nationalverteidiger Manuel Akanji soll in die englische Premier League transferiert werden und der auslaufende Vertrag des Dauerverletzten Dan-Axel Zagadou wird sehr wahrscheinlich nicht verlängert. Selbst der portugiesische Europameister von 2016, Raphael Guerreiro, könnte im Sommer den Klub verlassen. Er steht sinnbildlich für die Wankelmütigkeit des Klubs, der in dieser Saison zwischen Genie (selten) und Wahnsinn (meist) pendelte.

Adeyemi, Süle, Schlotterbeck. Dabei soll es in Dortmund nicht bleiben. Gerade für das Sturmzentrum sucht der BVB noch eine weitere Alternative. Zuletzt hatte die Lokalzeitung "WAZ" den ehemaligen Frankfurt-Angreifer Sébastien Haller mit dem Team von Trainer Marco Rose in Verbindung gebracht worden. Der überzeugte in dieser Saison insbesondere in der Gruppenphase der Champions League, wie auch der BVB bei den zwei Niederlagen des Bundesligisten schmerzlich erfahren musste.

Quelle: ntv.de, sue

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