Fußball

EM-Qualifikation gegen Oranje Werner freut sich auf van Dijks Schatten

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Guter Mann: Virgil van Dijk.

(Foto: imago images / Sportimage)

Der Niederländer Virgil van Dijk ist der Fußballer, der sich in der vergangenen Saison am meisten in den Fokus spielt. Einige der deutschen Nationalspieler schwärmen von ihm, für Timo Werner ist es gar eine Ehre, in der EM-Qualifikation gegen ihn zu spielen. Gewinnen wollen sie dennoch.

Jürgen Klopp adelt ihn als "absoluten Weltklassespieler", für Joachim Löw ist er ein "Fels in der Brandung": Virgil van Dijk ist vor der Partie zwischen der deutschen Nationalelf und der aus den Niederlanden in der EM-Qualifikation am Freitag in Hamburg (ab 20.45 Uhr bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de) ein Spieler, über den man spricht. Nach einer sehr guten Saison mit dem FC Liverpool und dem Gewinn der Champions League freute sich der 28 Jahre alte Innenverteidiger und Kapitän der Niederländer jüngst über eine nette Ehrung.

Fahrplan der DFB-Elf

Freitag, 6. September

EM-Qualifikation

Deutschland - Niederlande,

20.45 Uhr (RTL)

Montag, 9. September

EM-Qualifikation

Nordirland - Deutschland,

20.45 Uhr (RTL)

Dienstag, 9. Oktober

Testspiel

Deutschland - Argentinien,

20.45 Uhr

Sonntag, 13. Oktober

EM-Qualifikation

Estland - Deutschland,

20.45 Uhr (RTL)

Samstag, 16. November

EM-Qualifikation

Deutschland - Weißrussland,

20.45 Uhr (RTL)

Dienstag, 19. November

EM-Qualifikation

Deutschland - Nordirland,

20.45 Uhr (RTL)

Als erster Abwehrspieler nach dem Italiener Fabio Cannavaro im Jahr 2006 wurde van Dijk zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. "Er ist ein super Spieler, der Award spricht für sich, ich freue mich für ihn", sagte der deutsche Nationalspieler Jonathan Tah. Der Leverkusener dürfte wissen, wovon er spricht, schließlich verteidigt er auch in der Mitte. Und die höchste aller Einzelauszeichnungen in dieser Mannschaftssportart ist für van Dijk auch noch drin. Mit dem Portugiesen Cristiano Ronaldo und dem Argentinier Lionel Messi steht er in der Endauswahl um den Titel des Weltfußballers. Bekommt er ihn, wäre er der zweite Niederländer nach van Basten 1992, dem diese Ehre zuteilwird.

Für stolze 84,5 Millionen Euro wechselte van Dijk im Januar 2018 innerhalb der englischen Premier League vom FC Southampton nach Liverpool. Nie zuvor hatte ein Klub mehr für einen Verteidiger bezahlt. Doch die Kritiker mussten schnell gestehen, dass van Dijk das Geld wert ist. Der Aufschwung der Reds ist eng mit dem 1,93 Meter großen Hünen verbunden. "Er ist einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste", sagte Timo Werner vom Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig: "Wenn man neben ihm steht, wird es relativ schnell dunkel. Wenn er in der falschen Richtung steht, bekommt man wenig Sonne ab." Für ihn sei es eine Ehre, als Angreifer gegen van Dijk zu spielen. "Das bringt einen auch weiter."

"Der macht uns besser"

Gebürtig aus Breda, spielte sich van Dijk in den Niederlanden früh in den Fokus. "Mit Jugendspielern werden ja oft Witze gemacht, oder sie werden gefoppt - aber das war bei ihm nicht der Fall", sagte der ehemalige niederländische Nationalspieler Pieter Huistra dem "Kicker": "Alle Spieler hatten sofort das Gefühl: Der macht uns besser." Eine anfänglich problematische Vorliebe zu Pizza und Pommes, als er 2010 von Willem II zum FC Groningen wechselte, bekamen die Verantwortlichen schnell in den Griff. "Das ist ein Beispiel seines Lernprozesses in der Entwicklung zum Topsportler", sagte Huistra.

"Er wurde über viele Jahre unterschätzt", sagte Bundestrainer Löw, "aber in den letzten zwei, drei Jahren, vor allem auch bei Liverpool, ist er der Fels in der Brandung, auch bei der Nationalmannschaft". Klopp befand im "Kicker": "Es gibt im Moment tatsächlich keinen Besseren." Auf die deutsche Offensive wartet in Hamburg also jede Menge Arbeit, um an van Dijk vorbeizukommen. Unmöglich ist das aber nicht, wie die DFB-Elf im März zeigte. Im ersten Aufeinandertreffen in der EM-Qualifikation in Amsterdam gewann das Löw-Team 3:2.

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Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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