Fußball

Favoritensiege im DFB-Pokal Wood sorgt für Hamburger Glücksgefühle

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Bobby Wood war HSV-Spieler des Tages.

(Foto: imago/foto2press)

Der Hamburger SV kann endlich wieder jubeln: In der zweiten Runde des DFB-Pokals siegt das kriselnde Bundesliga-Schlusslicht souverän beim Halleschen FC. Frankfurt muss sich dagegen vor heimischer Minuskulisse mächtig strecken.

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4 (0:2)

Das kriselnde Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV hat dank eines Doppelpacks von Bobby Wood souverän eine Blamage im DFB-Pokal verhindert. Das Team von Markus Gisdol gewann in der zweiten Runde beim Drittligisten Hallescher FC dank ungewohnter Effizienz 4:0 (2:0) und bescherte seinem Trainer den ersten Sieg als HSV-Coach. Stürmer Wood beendete mit seinen Treffern (8., 43.) auch die Torflaute der Hamburger. Vor dessen erstem Tor waren die Norddeutschen 580 Minuten ohne Treffer gewesen. Das dritte Tor erzielte Pierre-Michel Lasogga (58.), zudem traf der kurz zuvor eingewechselte Luca Waldschmidt (82.). "Wenn man die letzten Wochen sieht, weiß man, wie wichtig es war, hier zu gewinnen", sagte Lasogga erleichtert: "Wir haben auch eine Reaktion auf die Kritik gezeigt."

Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt 4:1 n.E. (0:0)

Die DFB-Pokalspiele am Mittwoch

Anpfiff 18.30 Uhr
FCA Walldorf – SV Darmstadt
Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf
1. FC Heidenheim – VfL Wolfsburg
SpVgg Greuther Fürth – FSV Mainz 05

Anpfiff 20.45 Uhr
1. FC Nürnberg – FC Schalke 04
1. FC Köln – 1899 Hoffenheim
FC Bayern München – FC Augsburg
Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin

Eintracht Frankfurt hat seinen sportlichen Aufwärtstrend fortgesetzt. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team von Trainer Niko Kovac mit 4:1 gegen den FC Ingolstadt durch und steht damit erstmals seit der Saison 2013/14 wieder im Achtelfinale. Nach 120 Minuten hatte es vor der Minuskulisse von 6300 Zuschauern 0:0 gestanden. Wegen der Ausschreitungen bei der Erstrundenpartie in Magdeburg hatten große Teile der Commerzbank-Arena leer bleiben müssen. Der eingewechselte Mexikaner Marco Fabián sah bei den Gastgebern in der 88. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Trotz des teilweisen Zuschauerausschlusses hatten rund 1000 Ultras der Hessen den Weg ins Stadion gefunden. Die Fans hatten den Dauerkarteninhabern, die normalerweise auf der Gegengerade sitzen, offenbar ihre Tickets abgekauft. So gab es doch noch etwas Unterstützung für die Frankfurter.

FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2 (0:1)

Das Bundesliga-Überraschungsteam Hertha BSC hat sich auf dem Hamburger Kiez keine Blöße gegeben und seine Erfolgsstory fortgeschrieben. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai zog beim Zweitliga-Schlusslicht FC St. Pauli durch ein 2:0 (1:0) ins Achtelfinale ein und können weiter von einer Finalteilnahme im heimischen Olympiastadion träumen. Mitchell Weiser brachte die Hertha mit einem trockenen Linksschuss in Führung (42.) und versetzte den immer aufmüpfiger werdenden Hanseaten kurz vor dem Halbzeitpfiff einen herben Dämpfer. Nach dem Wechsel traf Valentin Stocker nach exakter Flanke von Weiser zum 2:0 (54.). Es war vor allem die höhere Effizienz, die den Unterschied zugunsten der Gäste ausmachte. "St. Pauli hatte keine Chance über die gesamten 90 Minuten", sagte Mittelfeldspieler Per Skjelbred.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Borussia Mönchengladbach hat sich mit einem Arbeitssieg ins Achtelfinale gequält. Der Champions-League-Teilnehmer bezwang den Zweitligisten VfB Stuttgart trotz mäßiger Leistung mit 2:0 (1:0) und steht zum dritten Mal in Folge in der Runde der letzten 16. Fabian Johnson (31.) und Lars Stindl (84.) trafen für die Fohlenelf, der nach den Partien bei Celtic Glasgow (2:0) und Bayern München (0:2) die fehlende Frische deutlich anzumerken war. Der Zweitliga-Vierte aus Schwaben blieb bei den wenigen Chancen zu harmlos und kann sich wieder ganz auf die Mission Aufstieg konzentrieren. "Es war nicht leicht für uns heute. Wir haben es aber gut gemacht und wenig zugelassen. Nur der Sieg zählt", sagte André Hahn.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa