Fußball-WM 2018

Gündogan beschwört Neuanfang Özil bricht sein Schweigen nach WM-Aus

imago35300889h.jpg

Hat während der gesamten WM kein öffentliches Wort verloren: Mesut Özil.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Mutmaßlich belastet durch die heftige "Erdogate"-Debatte geht Mesut Özil in die Fußball-WM in Russland. Dort wird er für viele schnell zum Sinnbild des deutschen Debakels. Nun meldet sich der einstige Hoffnungsträger erstmals selbst zu Wort - und bleibt dennoch stumm.

Nun also doch und doch irgendwie nicht: Der heftig kritisierte Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat sich nach dem deutschen WM-Debakel erstmals öffentlich geäußert. "Die Weltmeisterschaft bereits nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, schmerzt so sehr. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen", twitterte der 92-malige Nationalspieler auf Englisch. Dahinter setzte er den Hashtag "SayNoToRacism" (Sag Nein zu Rassismus).

*Datenschutz

Der 29-jährige Arsenal-Profi stand schon vor seinen Auftritten bei der WM in Russland massiv in der Kritik, weil kurz vor dem Turnier ein Foto von ihm und seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan publik geworden war. Der Gelsenkirchner hatte bei der deutschen WM-Blamage wie die meisten Nationalspieler enttäuscht. Doch er stand besonders im Fokus der Kritik und wird von einigen Experten als eine Symbolfigur des deutschen Scheiterns in Russland wahrgenommen.

Auf einen Kommentar Özils zu dieser sogenannten Erdogan-Affäre wartet Fußballdeutschland allerdings weiterhin – dieses Schweigen bleibt. Gündogan dagegen hatte sich bereits vor der WM erklärt. Gündogan war es nun auch, der den Blick in einem ersten Statement nach vorne richtete. Er betonte, beim Neuanfang dabei sein zu wollen. "Wir müssen und wir werden nach der Sommerpause aber wieder aufstehen", schrieb der 27-Jährige in den sozialen Netzwerken. Die Mannschaft sei nach dem erstmaligen Scheitern einer DFB-Auswahl in einer WM-Gruppenphase "immer noch sehr enttäuscht", versicherte der Mittelfeldspieler von Manchester City.

"Wir hatten große Pläne, aber wir sind gescheitert. Es hat mich so stolz gemacht, an meiner ersten Weltmeisterschaft für Deutschland teilnehmen zu dürfen, in der Gruppenphase auszuscheiden ist dann einfach nur frustrierend", fügte Gündogan hinzu. Der frühere Dortmunder Bundesliga-Profi war bei der WM nur beim 2:1 gegen Schweden zum Einsatz gekommen

Quelle: n-tv.de, mra/dpa