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Peking-OK vermeldet neue Zahlen Omikron erreicht auch das deutsche Olympia-Team

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Menschen in Schutzanzügen dominieren die Bilder aus Peking.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Die Anreise der Athleten zu den Olympischen Winterspielen nach Peking wird von zahlreichen positiven Corona-Tests überschattet. Zwar gibt es eine olympische Blase im "No-Covid-Land" China, doch ist dort das Virus längst angekommen. Auch das deutsche Olympia-Team ist betroffen.

Das deutsche Olympia-Team in Peking hat seinen zweiten Corona-Fall. Eines der 85 Mitglieder der Mannschaft, die am Dienstag in China eingereist waren, sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit. Ob es sich um einen Sportler oder einen Betreuer handelt, wollte der DOSB nicht mitteilen. Alle übrigen 84 am Dienstag eingereisten Teammitglieder seien negativ getestet worden.

Das betroffene Teammitglied sei symptomfrei und müsse in ein Quarantänehotel ziehen. Je nach Ergebnis des weiteren Tests werde "das weitere Prozedere festgelegt", hieß es. Bereits vor einigen Tagen war bei einem deutschen Betreuer in der Bergregion Zhangjiakou eine Corona-Infektion festgestellt worden.

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Ein medizinischer Mitarbeiter vor dem PCR-Test.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

"Wir haben vorher gesagt, dass wir Schwierigkeiten bekommen werden, dass die Schwierigkeit sein wird, die Athleten aus Deutschland ohne Virus nach Peking fliegen zu lassen. Hier haben wir tatsächlich durch perfekte Schutzmaßnahmen der einzelnen Verbände ein sehr geringes Problem", sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig und verwies auf die bislang zwei Fälle. "Das hatten wir erwartet. Insgesamt muss man sagen, ist die Bilanz mit ganz vielen, die negativ anreisen, die nach ein, zwei, drei Tagen negativ bleiben und damit eine Riesenchance haben, in der Blase virusfrei zu sein, sehr erfreulich."

Insgesamt bereits 232 Infektionen

Für das deutsche Olympia-Team waren 149 Athletinnen und Athleten nominiert worden. Sie sollten in mehreren Gruppen nach China reisen. Für die Winterspiele, die am Freitag eröffnet werden, gelten strenge Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus. Schon vor der Abreise mussten sich alle Olympia-Beteiligten mehrfach testen lassen und waren gehalten, ihre Kontakte möglichst weitgehend zu reduzieren. In China folgen nach der Einreise täglich weitere PCR-Tests, um Infektionen schnell zu erkennen und die Verbreitung des Virus zu verhindern.

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Insgesamt haben die Organisatoren 32 weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee berichtete, wurden am Vortag 15 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet. 17 Infektionen wurden zudem bei Personen festgestellt, die zuvor nach Peking gereist waren und sich bereits in der geschlossenen Olympia-Blase befinden. Unter den am Mittwoch gemeldeten Infizierten befanden sich neun Athleten oder Teammitglieder. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 232 gestiegen. Die Fälle betreffen entweder Einreisende oder Personen, die sich bereits in der Olympia-Blase befinden.

Die chinesischen Organisatoren haben eine Olympia-Blase eingerichtet, die noch deutlich strikter kontrolliert wird als zuletzt bei den Sommerspielen in Tokio. Ein Kontakt von Olympia-Beteiligten mit der chinesischen Bevölkerung außerhalb dieses sogenannten "geschlossenen Kreislaufs" soll verhindert werden. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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