Technik

300 W raus, 250 W reinDiese Powerbank geht kontrolliert ans Limit

16.09.2026, 20:38 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Anker Prime Powerbank 26K 300W Test (3 von 4)
Die Powerbank hat zwei USB-C-Anschlüsse und eine USB-A-Buchse. (Foto: kwe)

Die Anker Prime Powerbank 26K testet Grenzen aus. Ihre Kapazität ist gerade noch in Flugzeugkabinen erlaubt, sie kann Geräte mit insgesamt bis zu 300 Watt aufladen und tankt selbst mit bis zu 250 Watt auf. Im Praxistest zeigt sie ihr Können, aber auch, dass die kontrollierte Realität weniger spektakulär ist.

Wenn man unterwegs schnell mehrere Geräte gleichzeitig auftanken möchte, ist ein kompaktes Akkupack mit hoher Kapazität und Lade-Turbo ein ideales Hilfsmittel. Die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) soll besonders hohe Ansprüche befriedigen, wofür der Hersteller aber auch knapp 160 Euro haben möchte. ntv.de hat ausprobiert, ob sie das wert ist.

Mit 159,9 × 38 × 62,7 Millimeter ist der Akku-Riegel außergewöhnlich kompakt und passt in jedes Reisegepäck. Mit 600 Gramm ist das Gerät für eine Powerbank mit einer Kapazität von 26.250 Milliamperestunden (mAh) auch nicht besonders schwer. Das metallisch aussehende Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, wirkt aber trotzdem sehr hochwertig.

Unter der transparenten Abdeckung der glänzend schwarzen Vorderseite befindet sich ein kleines Farbdisplay. Es informiert unter anderem über Lade- und Ladegeschwindigkeiten der Anschlüsse sowie die Temperatur der Powerstation. Durch die verschiedenen Anzeigen wechselt man, indem man den Ein-/Ausschalter auf der rechten Seite drückt. Die Ladeanschlüsse befinden sich auf der Oberseite: zwei USB-C-Ausgänge und eine USB-A-Buchse. Aufgeladen wird das Akkupack über die USB-C-Anschlüsse.

Gerade noch im Handgepäck erlaubt

Wenn man Laptops mit der Powerbank laden möchte, wäre eine höhere Kapazität als 26.250 mAh vielleicht wünschenswert. Denn sie reicht beispielsweise höchstens aus, um größere Geräte 1,5-mal vollzutanken. Doch wenn man die Powerbank im Handgepäck im Flugzeug mitnimmt, sind der Kapazität Grenzen gesetzt. Die Nennleistung einer Powerbank darf laut Richtlinie der internationalen Flugbehörde IATA nicht höher als 100 Wattstunden (Wh) sein. Bei einer üblichen Zellspannung der Batterien von 3,7 Volt (V) entspricht das einer Kapazität von ungefähr 27.000 mAh.

Anker Prime Powerbank 26K 300W Test (4 von 4)
Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen kann man die Rückseite vorzeigen. (Foto: kwe)

Die maximale Gesamt-Ladeleistung der Powerbank beträgt 300 Watt. Theoretisch kann man die Leistung abrufen, wenn alle drei Ports belegt sind. Dann liefern die beiden USB-C-Anschlüsse jeweils bis zu 140 Watt. Der USB-A-Ausgang kommt auf 20 Watt. Alleine oder wenn nur zwei Buchsen belegt sind, erreicht er 22,5 Watt.

140 Watt genügen auf Dauer

Im Alltag wird man aber kaum auf 300 Watt kommen. Das liegt zum einen daran, dass es an entsprechend gierigen Verbrauchern mangelt - nur einige Laptop-Boliden wie ein 16-Zoll-MacBook Pro M5 Max ziehen bis zu 140 Watt. Und auch wenn man 300 Watt abrufen kann, würde die Powerbank die Leistung nur kurzfristig liefern.

Anker Prime Powerbank 26K 300W Test (1 von 4)
Gesamtleistungen um 140 Watt hält die Powerbank problemlos dauerhaft durch. (Foto: kwe)

Anker hat sie nämlich mit zahlreichen Schutzvorrichtungen versehen, wovon speziell die permanente Überwachung der Temperatur wichtig ist. Im Praxistest wurde die Powerbank nie wärmer als 42 Grad. Dabei geht es nicht nur darum, Explosionen zu vermeiden. Die Lithium-Ionen-Zellen des Akkupacks würden bei höheren Temperaturen auch schneller altern.

Aus den gleichen Gründen setzt auch die Ladeelektronik von Smartphones und anderen Verbrauchern die Leistung herab. Im Alltag spielt das kaum eine Rolle. Die Powerbank hielt beispielsweise beim Laden von zwei Laptops und einem Tablet konstant die Leistung von insgesamt rund 135 Watt. Das ist sehr gut.

Elektronik schützt und regelt herunter

Auch umgekehrt - beim Auftanken der Powerbank - haben Höchst- und Dauerleistung wenig gemein. Nutzt man beide USB-C-Ausgänge, lädt das Akkupack theoretisch mit bis zu 250 Watt. Dass das nur kurzzeitig möglich ist, sieht man schon daran, dass Anker angibt, die Powerbank sei in 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen. Bei konstant 250 Watt wäre sie in rund 24 Minuten sogar komplett geladen.

Anker Prime Powerbank 26K 300W Buchsen (1 von 1)
Die Anschlüsse des Akkupacks. (Foto: kwe)

Im Test regelte die Elektronik spätestens bei 50 Prozent auf 76 Watt herunter, bei 80 Prozent auf 40 Watt. Insgesamt war ein nahezu komplett leeres Akkupack in rund 80 Minuten voll aufgetankt. Dabei erwies sich die Effizienz mit knapp 90 Prozent als sehr gut. Auch die Verluste beim Laden anderer Geräte sind relativ gering, wobei hier aber der Akku der Verbraucher zusätzlich Strom "liegenlässt". Das Akkupack selbst ist in der Lage, etwa 85 Prozent seiner Kapazität tatsächlich zur Verfügung zu stellen.

Drei mögliche Lademodi

Dabei spielt auch der gewählte Lademodus eine Rolle, den man in der zugehörigen App festlegt. Man kann Eingangs- und Ausgangsleistung der Ports manuell einstellen, wobei die Obergrenzen von 300 und 250 Watt nicht überschritten werden können. Sinnvoller ist es den Energiesparmodus zu wählen oder die "Intelligente dynamische Zuweisung", bei der der Chip der Powerbank die Ausgangsleistung für ein sicheres und effizientes Laden bestimmt. Dieser Modus wurde im Test verwendet.

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Interessant ist, dass man in der App auch zwei Ladeprotokolle (SCP, UFCS) deaktivieren kann, die nur die Geräte einiger chinesischer Hersteller verwenden. Schaltet man sie ab, kann das laut Anker die Geschwindigkeit und Kompatibilität erhöhen. Insgesamt ist die Powerbank in der Lage, nahezu alle Smartphones mit deren Höchstleistung zu laden.

Fazit

Die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) ist aktuell eine der besten Powerbanks, die man kaufen kann, auch wenn der Hersteller bei den Höchstleistungen etwas übertreibt. 160 Euro dafür sind allerdings eine Menge Geld, mit der optional erhältlichen Ladebasis sind es sogar rund 230 Euro. Wenn man auf USB-A verzichten kann, ist die Ecoflow Rapid Pro eine etwas größere und schwerere, aber interessante Alternative. Aktuell bekommt man diese Powerbank ab etwa 120 Euro.

Quelle: ntv.de

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