Das bringt FritzOS 8.50Fritzboxen erhalten großes Update

Die Berliner Fritz! GmbH beginnt, FritzOS 8.50 zu verteilen. Für eine Fritzbox steht es schon bereit, viele weitere erhalten es in den kommenden Wochen und Monaten. Die Aktualisierung des Betriebssystems bringt viele neue Funktionen, unter anderem enorm nützliche DNS-Filterlisten.
Fritzboxen sind dafür bekannt, lange Software-Updates zu erhalten, fünf Jahre mindestens. Meistens stopfen die Aktualisierungen nur Lücken oder bringen kleinere Verbesserungen, manchmal gibt es aber auch große Updates mit etlichen neuen Funktionen wie jetzt auf FritzOS 8.50.
Der erste Berliner Router, der aktualisiert wird, ist das Fritzbox-Flaggschiff 7690. Welche weiteren Geräte die Software in den kommenden Wochen und Monaten erhalten, hat der Hersteller noch nicht mitgeteilt, aber man kann davon ausgehen, dass es nicht nur Fritzboxen erhalten, die jünger als fünf Jahre sind.
Wenn man automatische Updates aktiviert hat, muss man nur abwarten. Ansonsten ruft man im Browser des Computers über die Adresse fritz.box die Benutzeroberfläche des Routers auf und gibt dort sein Passwort ein. Danach tippt man im Menü links erst auf System und dann auf Update. Dort wählt man Neues FritzOS suchen aus. Steht FritzOS 8.50 zur Verfügung, klickt man auf Update starten.
Ungeduldige können auch nachsehen, ob eine Labor-Software für die eigene Fritzbox zur Verfügung steht, wobei es sich um Vorab-Versionen der Firmware handelt. Passieren kann grundsätzlich nichts, wenn man sie ausprobiert, solange man vorher ein Backup anlegt. Vor der Installation wird man dazu aufgefordert.
Im Detail bietet FritzOS 8.50 folgende neue Features:
Filterlisten gegen Tracking, Phishing & Co
Über DNS-basierte Filterlisten können Werbung, Tracker oder bösartige Webseiten für alle Geräte im heimischen Netzwerk (WLAN und LAN) geblockt werden. Die dafür nötigen, öffentlichen Filterlisten werden von der Internet-Community gepflegt und lassen sich kostenlos einbinden und nutzen.
Bisher konnte nur eine Kinder- und Jugendschutz-Filterliste (BPjM-Modul) aktiviert werden. Weitere Seiten, die gesperrt werden sollten, mussten manuell eingetragen werden.
Wichtige Verbindungen bevorzugt
Sogenannte Echtzeitanwendungen wie Videotelefonie oder Online-Games werden erkannt und die Fritzbox bevorzugt deren Datenverkehr, damit es möglichst nicht zu Aussetzern oder Verbindungsabbrüchen kommt.
Mobilfunk springt im Notfall automatisch ein
Fritzboxen mit Anschlussmöglichkeit für ein externes 4G- oder 5G-Mobilfunkmodem können beim Ausfall des Festnetz-Internets automatisch auf Mobilfunk-Internet umschalten, damit man möglichst durchgängig online ist. Diese Funktion nennt sich Failsafe.
Wichtige Statusinfos zentral in der App
Der Status von Internet, WLAN, Telefonie und Smarthome sowie Hinweise, Empfehlungen und Hilfestellungen bei möglichen Konfigurationsproblemen werden direkt auf dem Startbildschirm der MyFritz-App angezeigt.
Mehr Auslöser für Smarthome-Automatisierungen
Neue vorgefertigte Routinen sind verfügbar, dabei sind mehrere Auslöser pro Routine möglich. Ein neuer Auslöser ist etwa eine Zonenverwaltung, um Automatisierungen daran zu knüpfen, ob etwa Menschen daheim sind oder nicht (Geofencing).
Und die smarten Steckdosen Energy 200 und 210 von Fritz können sich nun selbst abschalten, wenn eine vordefinierte Leistungsaufnahme überschritten wird. Zudem sollen sich Automatisierungen für die Steckdosen jetzt leichter einrichten lassen.
Fritzbox 5690 Pro wird Matter-Bridge
Die Fritzbox 5690 Pro erhält mit dem Update eine Extrawurst: Sie soll nach dem Update als Brücke (Bridge) für Geräte dienen können, die den Smarthome-Standard Matter beherrschen. Dadurch lassen sich kompatible Geräte verschiedenster Hersteller in bestehende Matter-Netzwerke von Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa einbinden. Auch die Sprachsteuerung der jeweiligen Anbieter soll dabei nutzbar sein.