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Vieles ist neu und besser Großes Windows-10-Update im Oktober

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Nach dem Oktober-Update von Windows 10 macht auch der Explorer beim "Dark Mode" mit.

(Foto: kwe)

Microsoft veröffentlicht das nächste große Windows-10-Update im Oktober. Unter anderem bringt es eine praktische neue Zwischenablage und der Edge-Browser wird immer besser.

Auf der IFA hat Microsoft angekündigt, dass das nächste große Windows-10-Update alias Redstone 5 im Oktober veröffentlicht wird. Welche Neuheiten und Veränderungen es bietet, hat das Unternehmen bisher nicht aufgelistet, aber die jüngste Vorab-Version des Betriebssystems zeigt bereits jetzt, was Nutzer zu erwarten haben.

Eile mit Weile

Microsoft ist diesmal offenbar bemüht, die Aktualisierung frühzeitig fertigzustellen, um pünktlich ein stabiles und möglichst fehlerfreies Update verteilen zu können. Das ist gut so, denn das April-Update lief nicht besonders rund. Microsoft brachte es hektisch am letzten Tag des namensgebenden Monats noch auf den Weg, ohne es gründlich geprüft zu haben. Als Konsequenz nervten lästige Fehler die Nutzer und das Unternehmen musste nachbessern.

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Im Zwischenablage-Verlauf kann man kopierte Texte ablegen und via Cloud-Synchronisation auch auf anderen Geräten verwenden.

(Foto: kwe)

Diesmal soll es entspannter abgehen. "Windows Central" hat erfahren, dass Microsoft plant, das Update bis zum 25. September fertigzustellen und dann ohne Zeitdruck in der ersten Oktoberhälfte zu veröffentlichen. Hier die bisher auffallendsten Änderungen:

Praktischer Zwischenablage-Verlauf

Über die Microsoft-Cloud ist es künftig möglich, in die Zwischenablage kopierten Text (Strg + C) für alle angemeldeten Geräte zu synchronisieren. Dabei kann man entscheiden, ob dies automatisch erfolgen soll oder ob man Inhalte vorher aussuchen möchte. Dazu kann man den Zwischenablage-Verlauf mit der Tastenkombination Windows-Logo + V öffnen. Die Funktion ist auch ohne Cloud-Synchronisierung enorm praktisch, wenn man mehrere Texte für die spätere Verwendung speichern möchte. Besonders wichtige Inhalte kann man im Zwischenablage-Verlauf anpinnen.

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Das "Snipping Tool" wird zu "Ausschneiden und skizzieren".

(Foto: kwe)

Nach dem Oktober-Update können Nutzer auch ihr iPhone oder ein Android-Smartphone mit dem Windows-10-Computer verbinden. Dafür findet man auf dem Rechner die App "Ihr Smartphone". Aktuell ist die Funktion aber noch etwas mager ausgestaltet. Auf Android-Handys mit installierten Microsoft Apps kann man bisher lediglich Fotos, bei iPhones mit installiertem Edge-Browser Webseiten synchronisieren.

Zeitgemäße Bildschirmfotos

Das Screenshot-Werkzeug "Snipping Tool" wird durch die "Ausschneiden und skizzieren" ersetzt. Es bietet im Prinzip die gleichen Funktionen, man kann Bildschirminhalte rechteckig, im Vollbild oder frei ausschneiden und danach beschriften und bearbeiten. "Ausschneiden und skizzieren" hat aber ein moderneres Design, das viel besser zu Windows 10 passt.

Apropos Design: Wenn man in Windows 10 den Standard-App-Modus in den Einstellungen unter Personalisierung  - Farben auf "dunkel" stellt, passt sich jetzt auch der Windows Explorer an und färbt seinen Hintergrund schwarz.

Stark verbessertes Edge-Menü

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Die Symbolleiste von Edge ist jetzt anpassbar.

(Foto: kwe)

Wie bei vorangegangenen großen Updates hat Microsoft auch diesmal seinem Edge-Browser viel Aufmerksamkeit gewidmet.  Es gibt viele kleine Änderungen und Verbesserungen, die meisten davon nicht sichtbar. Auffallend ist vor allem das veränderte Menü für die Einstellungen. Unter anderem gibt es eine neue Ordnung, ein aufgeräumtes Design mit Symbolen und man kann die Symbolleiste seinen Bedürfnissen anpassen. Interessant ist auch, dass man die automatische Wiedergabe von Videos blockieren oder auf tonlos stellen kann.

Die Suche im Cortana-Fenster liefert nach dem Update umfangreichere Ergebnisse und man kann nicht nur sofort auf Apps, Dokumente oder Web-Ergebnisse zugreifen, man kann die Suche auch auf Fotos und Einstellungen begrenzen. Es öffnet sich jetzt direkt eine Vorschau mit den Ergebnissen der Browser-Suchmaschine Bing, falls keine passenden Verknüpfungen, Einstellungen oder Ordner auf dem Computer gefunden werden. Bei Treffern auf dem System sieht man Schnellzugriffe, beispielsweise auf die App-Einstellungen.

Neuer Aufpasser

Der Windows Defender, der bereits so gut ist, dass man eigentlich auf eine zusätzliche Schutz-Software verzichten kann, wird wohl noch besser. Microsoft integriert offenbar in allen Windows-10-Versionen mit dem Oktober-Update den "Windows Defender System Guard", der bisher zahlenden Firmenkunden vorbehalten war. Er erkennt beim Systemstart, wenn wichtige Dateien verändert wurden und zieht bei Gefahr die Notbremse, bevor der korrumpierte Code Schaden anrichten kann. Übrigens: Das Windows Defender Security Center heißt jetzt schlicht Windows-Sicherheit.

Last but not least sollen Updates künftig nervenschonender verlaufen. Mit KI-Hilfe soll Windows 10 lernen, wann für einen Neustart ein geeigneter Zeitpunkt ist, um Nutzer nicht mehr bei wichtigen Tätigkeiten in die Quere zu kommen.

Quelle: n-tv.de

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