Technik

Wenn es um mehr als Schutz geht Nur ein Antiviren-Programm ist sehr gut

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Ohne Virenschutz sollte kein Windows-Rechner online gehen.

(Foto: © stuartmiles)

Stiftung Warentest findet nur eines von 20 Antiviren-Programmen für Windows-Rechner sehr gut. Wenn es nur um einen starken Schutz geht, kann man sich das Geld aber sparen, kostenlose Software kriegt das auch hin.

144 Millionen neue Schadprogramm-Varianten registrierte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) im vergangenen Jahr, eine um 22 Prozent stärkere Zunahme als 2020. Pro Tag waren es im Durchschnitt 394.000, der Höchstwert lag bei 553.000 - mehr als jemals zuvor gemessen wurde.

Ziel der Hacker sind immer häufiger Unternehmen und Institutionen, deren Daten sie verschlüsseln, um Lösegeld zu erpressen. Die Angriffe erfolgen oft über private Computer von Mitarbeitern, in vielen Fällen mit Phishing-Mails oder betrügerischen Websites.

Stiftung Warentest hat 20 Antiviren-Programme für Windows-Computer getestet. Die Schutzfunktion stand dabei im Mittelpunkt, zusätzlich wurden Handhabung und Rechnerbelastung bewertet.

Doppelsieg für Kaspersky

Den Testsieg holte sich Kaspersky Internet Security mit der Gesamtnote 1,5. Es bietet einen sehr guten Schutz gegen Malware und Phishing und verlangsamt Computer so gut wie gar nicht. Eine Einzelplatz-Lizenz für das Programm kostet 40 Euro pro Jahr, womit es zu den teuersten Viren-Wächtern im Testfeld gehört.

Die Gratis-Variante Kaspersky Security Cloud schnitt aber fast genauso gut ab und landete mit dem Qualitätsurteil 1,6 auf dem zweiten Platz. Bis auf Werbeeinblendungen haben Nutzer im Vergleich zum kostenpflichtigen Kaspersky-Programm praktisch keine Nachteile.

Noch besser als der Testsieger schützt Bitdefender Internet Security, das ab 25 Euro pro Jahr zu haben ist. Die etwas schwächere Gesamtnote 1,7 hat die Antiviren-Software einer minimal stärkeren Rechner-Belastung zu verdanken.

Schlechter als gut bewerteten die Prüfer alleine Microsofts vorinstallierten Windows Defender, der das Qualitätsurteil 3,1 erhielt. Warentest attestiert ihm immer aber noch eine "passable" Schutzwirkung. Dass das Programm keine Phishing-Abwehr bietet, ist nur ein Problem, wenn man keinen Browser mit dieser Funktion nutzt. Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Edge haben sie integriert und standardmäßig aktiviert.

Zusatz-Schutz für Macs

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Phishing ist auch im Prinzip der einzige Grund, weshalb Stiftung Warentest Mac-Nutzern die Installation einer Antiviren-Software empfiehlt. Ansonsten seien Apples Computer von Haus aus gut gegen Malware geschützt, da macOS kaum Schnittstellen biete, über die Schädlinge angreifen können, schreiben die Prüfer. Im Test-Zeitraum entdeckten sie auch keine relevanten Webseiten mit macOS-Schadprogrammen.

Wer auf seinem Apple-Rechner trotzdem ein Antiviren-Programm installieren möchte, ist mit Bitdefender Antivirus for Mac (20 Euro/Jahr), F-Secure Safe (30 Euro) und Kaspersky Internet Security (40 Euro) gut bedient, die alle drei die Gesamtnote 2,1 erhielten. Auf dem zweiten Platz landete das kostenlose AVG Antivirus Free mit dem Qualitätsurteil 2,4.

Quelle: ntv.de, kwe

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