Technik

Alternativen von Sony & Co.Sind die Airpods Max 2 besser als andere Top-Kopfhörer?

23.06.2026, 17:51 Uhr Icke-im-WaldVon Klaus Wedekind
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Apple Airpods Max 2 Test (1 von 4)
Der Kopfhörer kann sich sehen lassen. (Foto: kwe)

Die Airpods Max 2 haben außer einem verbesserten Chip nicht viel Neues zu bieten. Genügt das, um starke Gegner von Sony, Sennheiser, Bose oder Sonos hinter sich zu lassen? Wahrscheinlich ja, denn die Konkurrenz kann ihre Stärken mit iPhones nicht immer ausspielen.

Lässt man den Wechsel 2024 von Lightning zu USB-C beiseite, hat Apple fünf Jahre gebraucht, um verbesserte Airpods Max 2 herauszubringen. Und nach dieser langen Zeit ist eigentlich nur der hauseigene Chip H2 eine echte Neuerung. Er bringt aber auch zusätzliche Funktionen mit, und der Praxistest zeigt, dass an iPhones und anderen Apple-Geräten wahrscheinlich kein anderer Kopfhörer besser klingt. Im Apple Store kostet er knapp 580 Euro.

Apple Airpods Max 2 Test (4 von 4)
Das Smart Case erfüllt seinen Zweck und spart Platz. (Foto: kwe)

Was die Wertigkeit betrifft, lassen die Airpods Max 2 sogar Sonys brandneuen Luxus-Kopfhörer 1000X The Collexion hinter sich. Das liegt speziell am Aluminium, das Apple an den Muscheln statt Plastik einsetzt, aber auch ansonsten ist der Kopfhörer extrem hochwertig verarbeitet.

Schwer, aber bequem und unkompliziert

Durch das viele Metall wiegen die Airpods Max 2 fast 390 g. Bequem sind sie trotzdem. Außerdem sind sie weniger schwitzig als andere Over-Ears, da ihre Muschelpolster und der Bügel mit Gewebe statt Kunstleder bezogen sind.

Mehr als das Smart Case, das lediglich die Muscheln umhüllt, schützt auch Apples neuer den Kopfhörer nicht. Er dürfte aber robust genug sein, um ohne Transport-Box zu überleben. Obendrein spart man so viel Platz, dass es keine Rolle spielt, dass man die Airpods Max nicht zusammenklappen kann.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Steuerung, die Apple zum Glück unverändert gelassen hat. Neu ist lediglich die Möglichkeit, Kopfgesten zu verwenden, beispielsweise, um einen Anruf per Nicken anzunehmen. Ansonsten regeln wie bisher eine drehbare Taste (Digital Crown) und ein weiterer Knopf alles so unkompliziert, dass man nur einmal einen kurzen Blick auf die Anleitung werfen muss.

Apple Airpods Max 2 Test (2 von 4)
Die Steuerung ist sehr einfach. (Foto: kwe)

Ähnlich praktisch sind in der Spitzenklasse der Bose QuietComfort Ultra 2 und der Sonos Ace. Sonys Luxus-Headset, aber auch sein Flaggschiff WH-1000XM6 sind da mit ihren Touch-Steuerungen komplizierter. Das gilt auch für den Sennheiser Momentum 5.

Geringe Ausdauer, top Klang und ANC

Bei der Ausdauer können die Airpods Max 2 mit höchstens 20 Stunden Spielzeit mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) nicht mithalten. Speziell der Momentum 5 zeigt Apples Kopfhörer mit Wechsel-Akku und über 50 Stunden Laufzeit die Hacken. Im Alltag mag dies keine große Rolle spielen, auf langen Reisen schon.

Die kleine Schwäche bügeln die Airpods Max 2 aber mit ihrer starken Performance in den beiden Königsdisziplinen Ton und ANC mehr als aus. Verbunden mit einem iPhone 17 Pro Max holen sie über Bluetooth alles aus dem AAC-Codec der Geräte heraus. Die Bässe sind kräftig und zeigen großen, elastischen Tiefgang. Die Mitten sind extrem sauber ausdefiniert. Sie wirken teilweise etwas zurückhaltend, was an den sehr präsenten Bässen liegt, aber sie bleiben trotzdem noch Herr im Klang-Haus.

Apple Airpods Max 2 Test (3 von 4)
Die Ohrpolster haften magnetisch an. (Foto: kwe)

Auf der anderen Seite liefert der Kopfhörer sehr feine, klare Höhen, die trotz des AAC-Codecs erstaunlich viele Details bieten. Wie die Bässe sind sie etwas stärker als die Mitten betont. Das ergibt insgesamt kein neutrales, aber äußerst stimmiges Klangbild. Und weil dazu die Bühne weit und luftig ist, macht der Kopfhörer einfach einen Mordsspaß.

Am besten verkabelt

Die Konkurrenten können es noch etwas besser, allerdings nur mit Smartphones, die hochauflösende Bluetooth-Codecs wie aptX adaptive oder LDAC bieten. Man kann den Unterschied auch mit iPhones hören, wenn man sich Hilfe holt. ntv.de hat dafür Sennheisers Bluetooth-Dongle BTD 700 an das Smartphone gesteckt, mit dem die besten aptX-Codecs auch an einem iPhone funktionieren. Der Momentum 5 beispielsweise lässt die Airpods Max 2 dann bei entsprechend hochwertigen Quellen bei Klarheit und Details hinter sich. Er klingt auch wesentlich heller.

Doch das gilt nur für eine Bluetooth-Verbindung. Denn wenn man den Apple-Kopfhörer über ein USB-C-Kabel verbindet, spielt er ebenfalls "lossless" groß auf. Er klingt dann so verdammt gut, dass man eigentlich nur noch mit Strippe Musik hören möchte. Der Unterschied ist enorm! Das wiederum ist aber auch bei einigen verkabelten Konkurrenten der Fall.

Dass man dann nur die Steuerung an den Airpods Max 2 hat, stört nicht weiter, denn viele Einstellungsmöglichkeiten hat man auch bei einem via Bluetooth verbundenem iPhone nicht. Einen manuellen Equalizer zur Klanganpassung verweigert Apple seinen Nutzerinnen und Nutzern beispielsweise nach wie vor, es steht nur eine adaptive Klanganpassung zur Verfügung.

Ein paar zusätzliche Funktionen

Trotzdem können die neuen Airpods Max ein wenig mehr als die Vorgänger. Dazu gehört "Adaptives Audio". Dabei versucht der Kopfhörer situationsbedingt automatisch die richtige Balance zwischen ANC und Transparenz zu finden. Auch bei der Konversationserkennung passen sich die Airpods Max 2 der Umgebung an, wenn sie die Lautstärke reduzieren und den Transparenzmodus aktivieren, sobald man ein Gespräch beginnt.

Nutzt man konservativ entweder ANC oder den Transparenzmodus, ist man begeistert. Beide Funktionen arbeiten auf höchstem Niveau, wobei die Unterschiede in der Spitzenklasse gering sind. Vielleicht hört man sie bei der Geräuschunterdrückung minimal bei verschiedenen Frequenzen, wenn man die Musikwiedergabe pausiert. Im Alltag sind die Airpods Max 2 und die genannten Konkurrenten hier aber gleichwertig. Ebenso sieht es bei Telefonaten aus, die sogar in lauteren Umgebungen weitgehend ohne hörbare Umgebungsgeräusche und mit klarer eigener Stimme gelingen.

Auch bei 3D-Audio liefern sich die Flaggschiffe ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei hier Apples neuer Kopfhörer einen exzellenten Job macht, speziell, wenn man personalisiertes 3D-Audio nutzt. Dafür nimmt man mit der Frontkamera Fotos seiner Ohren und der Kopfform auf, die zur individuellen Anpassung dienen. 3D-Audio erzeugt auch bei herkömmlichen Quellen einen räumlichen Klang, der vor allem bei moderneren Aufnahmen gefällt. Richtig Spaß machen die Airpods Max 2 mit Musik oder Videos in Dolby Atmos - wiederum vor allem verkabelt.

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Eine Spezialität der Airpods Max 2, die auch der Vorgänger nicht beherrscht, sind Live-Übersetzungen, wenn man ein iPhone hat, das für Apple Intelligence geeignet ist. Man muss dann lediglich die Hörmodus-Taste länger gedrückt halten, um loszulegen.

Fazit

Die Airpods Max 2 sind für iPhones die beste Kopfhörer-Option. Das gilt speziell für die Bluetooth-Verbindung, bei der die Konkurrenten von Sony, Sennheiser oder Sonos ihre Überlegenheit nicht ausspielen können. Verkabelt können sie dies, aber dann spielt auch Apples Neuling groß auf. Ein Grund, trotzdem zu einer Alternative zu greifen, könnte der hohe Preis sein, den nur der des Sony 1000X The Collection noch übertrifft.

Quelle: ntv.de

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