18, 18e, 18 Pro, "Ultra", Air 2Was bereits über die kommenden iPhones bekannt ist
Von Klaus Wedekind
Im September stellt Apple neue iPhones vor, unter ihnen vermutlich das mit Spannung erwartete "Ultra". Voraussichtlich werden nicht alle Geräte sofort erhältlich sein, mindestens zwei sollen erst im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen. ntv.de fasst zusammen, was bereits über die neuen iPhones bekannt ist.
Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Apple in etwas mehr als drei Monaten neue iPhones in Cupertino präsentieren. Möglicherweise sind es dieses Mal nur zwei Geräte, denn verschiedene zuverlässige Quellen gehen davon aus, dass das Unternehmen im September nicht alle kommenden Geräte ins Rennen schickt. Das heißt, vielleicht stellt Apple alle Neulinge vor, doch auf den Markt kommen sie zu unterschiedlichen Zeiten.
Mindestens drei Starttermine
Absolut sicher gilt, dass im September das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max in den Handel kommen. Das faltbare Gerät, das aktuell als "Ultra" bezeichnet wird, folgt vermutlich mit etwas Abstand im November. Das Standard-Modell erscheint ziemlich sicher erst Anfang 2027, möglicherweise schon im Januar, vielleicht auch zeitgleich mit dem iPhone 18e im Frühjahr. Vielleicht bringt Apple im Frühjahr auch ein neues Air heraus. Wegen des mäßigen Erfolgs des Erstlings gibt es hier aber dicke Fragezeichen.
Nicht nur "Forbes" hält die Strategie mit unterschiedlichen Startterminen für schlauer, als alle Körner auf einmal zu verschießen. Mehr Käuferinnen und Käufer dürften sich so unter anderem im Herbst für die Pro-Modelle entscheiden. Das sind die Geräte, mit denen Apple am meisten Geld verdient. Speziell für das Max könnte es auch ein Vorteil sein, wenn es eine Weile ohne Konkurrenz durch das "Ultra" das Top-Modell im Handel bleibt. Es gibt aber noch weitere gute Gründe für Apple, das Falt-iPhone später ins Rennen zu schicken.
"Ultra" soll noch Probleme bereiten
Das "Ultra" ist zwar zweifellos das spektakulärste neue iPhone, aber mit erwarteten Preisen von mindestens 2000 Euro möglicherweise kein Verkaufsschlager. Außerdem gibt es Gerüchte, wonach es noch Probleme bei der Herstellung gibt. Speziell soll es um das Scharnier gehen, das grundsätzlich bei Falt-Smartphones die kritischste Komponente ist.
Mit einem Marktstart im November würde Apple Zeit gewinnen, aber noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen können. "Forbes" hält es auch für möglich, dass Apple allgemein das "Ultra" als "exklusives Statussymbol für die Feiertage" positionieren möchte.
Schwierig für Konkurrenten
Schließlich könnte Apple mit drei oder gar vier unterschiedlichen Startterminen der Konkurrenz die Tour vermasseln. Von September bis März oder April würde es konstant neue Geräte auf den Markt bringen, die Alternativen zu den Smartphones von Samsung & Co. sind. Auch in diesem Jahr hat Apple die Konkurrenz geärgert, indem es das iPhone 17e kurz nach dem Mobile World Congress (MWC) auf den Markt brachte.
iPhone 18 Pro und 18 Pro Max
Während sich bei den aktuellen Pros die Rückseiten deutlich von denen der Vorgänger unterscheidet, sieht man bei den neuen Geräten vermutlich nur auf der Vorderseite eine Veränderung. Wahrscheinlich haben sie eine kleinere Aussparung im Bildschirm (Dynamic Island), da ein Sensor für die Gesichtserkennung (Face ID) unter dem Display versteckt werden könnte. Wie groß der Unterschied ist, ist noch offen. Geleakten Fotos zufolge könnte das Dynamic Island 35 Prozent kleiner ausfallen.
Eine weitere Displayänderung könnte eine energiesparendere Technik (LTPO+) sein, was zu längeren Laufzeiten führen würde. Das gilt auch für den neuen, energieeffizienteren A20-Pro-Chip, der mit absoluter Sicherheit die Geräte antreiben wird. Außerdem macht er Apples neues Top-Duo noch leistungsstärker als die aktuellen Pros.
Einen weiteren Effizienzgewinn dürfte Apples neues hauseigenes C2-Modem bringen. Laut "MacRumors" sollen die 18-Pro-Modelle damit sogar 5G via Satellit erhalten. Wahrscheinlich sind die Geräte auch mit Apples neuem N2-Chip ausgestattet, der für WLAN, Bluetooth und Thread (Matter) zuständig ist.
Was die Kameras betrifft, scheint Apple das Meiste beim Alten zu lassen. Eine große Änderung könnte allerdings eine variable Blendenöffnung der Hauptkamera sein. Das ist nicht neu, unter anderem ist dies bei Xiaomis Flaggschiffen schon fast ein alter Hut, ein tolles Upgrade wäre es trotzdem.
Nachvollziehbar ist eine gemunkelte vereinfachte Kamera-Taste. Da viele deren Touch-Funktion aktuell nicht nutzen, könnte sie gestrichen werden. Das Gleiche soll für das haptische Feedback der Taste gelten.
iPhone "Ultra"
Im Prinzip kann man seit dem vergangenen Sommer davon ausgehen, dass Apple in diesem September mit den beiden Pros auch ein faltbares iPhone vorstellen wird. Denn eine entsprechende Prognose stammte von Ming-Chi Kuo, dem bekanntesten und treffsichersten Apple-Analysten. Bisher haben Gerüchte seine Voraussagen weitgehend "bestätigt". Ohne Glaskugel kann man prophezeien, dass im Inneren des "Ultra" wahrscheinlich die gleiche Chip-Ausstattung wie bei den Pros zu finden sein wird.
Kuo zufolge wird das faltbare iPhone wie ein Galaxy Z Fold entlang der Längsachse zusammengeklappt, der innere Bildschirm soll 7,8 Zoll, das Außen-Panel 5,5 Zoll groß. Das Scharnier soll aus einer Kombination aus Edelstahl und einer Titanlegierung bestehen, aus der auch das Gehäuse gefertigt sein soll. Erwartet wird, dass man beim aufgeklappten Gerät keinen Falz entlang des Scharniers sehen oder sie zumindest kaum erkennbar sein wird.
Kuo erwartet weiterhin, dass das faltbare iPhone einen Fingerabdrucksensor (Touch ID) im Einschalter hat, da für die Gesichtserkennung (Face ID) in dem voraussichtlich ultradünnen Gehäuse zu wenig Platz ist. Geschlossen soll das Gerät 9 bis 9,5 mm dick sein, geöffnet etwa 4,5 bis 4,8 mm. Auch die Tele-Kamera spart sich Apple den Gerüchten nach ein, das Gerät soll nur über Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera verfügen.
Die Selfie-Kamera sitzt möglicherweise unter dem Bildschirm, jüngsten Gerüchten zufolge ist aber wahrscheinlicher, dass sie wie bei anderen Falt-Smartphones sowohl beim Front- als auch beim Innendisplay durch eine kleine Bohrung im Display blickt.
Ein Problem für Apple ist, dass ein aufgeklapptes "Ultra" zwar so viel Platz wie ein kleines iPad bietet, aber mit dem iPhone-Betriebssystem iOS laufen wird. Laut Mark Gurman von "Bloomberg" erhält das Falt-Gerät nur zwei Spezialfunktionen: Es soll ein iPad-ähnliches Layout sowie ein geteilter Bildschirm für zwei Apps möglich sein. So hat Samsung auch angefangen, allerdings schon vor einigen Jahren.
iPhone 18, 18e, Air 2
Außer dem neuen A20-Chip, der etwas schwächer als die Pro-Variante ist, wird für das Standard-Modell wenig Neues erwartet. Möglicherweise steht dem Prozessor ein größerer Arbeitsspeicher zur Seite, ein neues Apple-Modem oder der N2-Chip sind ebenfalls realistische Verbesserungen. Vielleicht hat auch das iPhone 18 ein schmaleres Dynamic Island, neue Farben gelten als sicher. Und sollten die Pros eine abgespeckte Kamera-Taste erhalten, wird das auch für das Standard-Modell gelten.
Noch weniger spektakulär dürfte das iPhone 18e ausfallen, was aber schon immer eine Eigenschaft der E-Klasse war. Wahrscheinlich wird das Gerät erneut ein veraltetes 6,1-Zoll-Display mit einer starren Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz haben. Vielleicht erbt es das (breite) Dynamic Island und kann heller leuchten.
Vermutlich hat das 18e ein ähnliches oder sogar identisches Innenleben wie das Standard-18er. Wie schon beim aktuellen "Billig-iPhone" könnte aber der Grafik-Prozessor des A20-Chip mit weniger Kernen ausgestattet sein.
Da das iPhone Air offenbar ein Ladenhüter ist, gibt es große Zweifel, ob Apple eine zweite Generation vorstellen wird. Es gibt allerdings Gerüchte, wonach das Unternehmen nachlegen könnte, um nicht das Gesicht zu verlieren.
Die Veränderungen zur ersten Generation dürften dann aber neben einem aktualisierten Innenleben recht klein sein. Laut "The Information" könnte Apple immerhin einen der größten Kritikpunkte an seinem Flachmann ausräumen, indem das Gerät eine zweite Kamera auf der Rückseite erhält. Und ein schmaleres Dynamic Island würde dem Air 2 auch gut zu Gesicht stehen.