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Wegen Buddhismus-Beleidigung Oppositioneller in Myanmar verurteilt

Wegen Beleidigung des Buddhismus in Myanmar ist ein Parteigänger von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu zwei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Das berichtete sein Anwalt Thane Than Oo.

Htin Lin Oo hatte in einer Rede im Oktober Landsleute kritisiert, die überzogenen Nationalstolz verteidigen und dazu den Buddhismus bemühen. Opfer dieser Nationalisten sind vor allem Muslime. Gerade Mönche schüren in der einstigen Militärdiktatur den Hass auf die muslimische Minderheit der Rohingya. Sie versuchen, auch Mitglieder anderer Minderheiten wie der Shan oder Karen gegen Muslime aufzustacheln.

Die Mönche liegen damit auf Regierungskurs. Der Staat diskriminiert gegen die Rohingya und verweigert ihnen die Staatsbürgerschaft. Auch die NLD verteidigt die Muslime nicht. Htin Lin Oo wurde als Sprecher von Suu Kyis Partei, der NLD, gefeuert, als er angeklagt wurde. "Buddha war kein Burmese, kein Shan oder Karen - wenn ihr extreme Nationalisten sein wollt und eure Rasse so verteidigen wollt, dann sagt nicht, ihr seid gläubige Buddhisten", hatte Htin Lin Oo gesagt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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