Kurznachrichten

Moratorium aufgehoben Pakistan setzt Todesstrafe landesweit wieder ein

Rund drei Monate nach einem islamistischen Anschlag auf eine Schule mit fast 150 Toten hat die pakistanische Regierung ein seit dem Jahr 2008 geltendes Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe vollständig aufgehoben. Das Innenministerium habe die Wiederaufnahme von Hinrichtungen in allen Provinzen angeordnet, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter. Ein weiterer Beamter bestätigte dies. Betroffen seien alle zum Tod verurteilten Häftlinge am Ende des Rechtswegs.

Mitte Dezember hatten Kämpfer der radikalislamischen Taliban einen Anschlag auf eine Schule in der nordwestlichen Stadt Peshawar verübt und fast 150 Menschen, die meisten von ihnen Kinder, getötet. Das Massaker löste in Pakistan große Empörung und Abscheu aus und wurde auch international scharf verurteilt.

Seither verschärfte die Regierung in der Hauptstadt Islamabad ihr Vorgehen gegen Extremisten. Bereits kurz nach dem Attentat hob sie das Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe teilweise auf. Betroffen waren nach offiziellen Angaben "Terrorfälle". Seither wurden demnach 24 Menschen hingerichtet.

Quelle: n-tv.de, AFP