Kurznachrichten

Wie Adenauer in seinen besten Zeiten WM-Sieg wird Beliebtheit Merkels weiter stabilisieren

Deutschlands Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird nach Einschätzung von Forsa-Chef Manfred Güllner die Beliebtheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter stabilisieren. "Die Kanzlerin inszenierte sich geschickt, indem sie das erste Spiel besuchte und dann das Finale. Sie demonstrierte: Ich kümmere mich", sagte Güllner der neuen Ausgabe des Magazins "Stern". "Das stabilisiert ihre ohnehin sehr guten Umfragewerte." Steigern ließen sich diese Werte kaum noch. "Ihr Ansehen ist vergleichbar mit dem von Konrad Adenauer in seinen besten Zeiten."

In der aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts kam Merkel bei der Kanzlerpräferenz - wenn also der Regierungschef direkt gewählt werden könnte - auf 59 Prozent, SPD-Vizekanzler Sigmar Gabriel erreichte nur 14 Prozent. Die Werte waren im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Auch die Umfragewerte aller Parteien blieben im "Stern-RTL-Wahltrend" unverändert. CDU/CSU lagen weiter bei 41 Prozent, die SPD verharrte bei 23 Prozent. Die Grünen kamen erneut auf elf Prozent, die Linke blieb bei neun Prozent. Die AfD erreichte sechs Prozent, die FDP blieb bei drei Prozent.

Güllner erwartet nicht, dass der Erfolg des deutschen Teams einen nachweisbaren Effekt auf die deutsche Wirtschaft haben wird: "Die Deutschen haben ja nicht plötzlich mehr Geld." Die wirtschaftliche Entwicklung schätzten die Menschen momentan weder besonders pessimistisch noch euphorisch ein. Lediglich die Sorgen um den Arbeitsplatz seien geringer als vor einigen Jahren.

Das Forsa-Institut befragte vergangene Woche im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL 2503 Bundesbürger.

Quelle: ntv.de, AFP

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