Wirtschaft

"Das Monster ist gezähmt" BER meldet Durchbruch beim Rauchabzug

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BER-Chef Lütke Daldrup zeigt Journalisten Anfang Mai die Baufortschritte.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Im kommenden Herbst soll der Hauptstadtflughafen BER fertig sein. Der Zeitplan gilt als eng, doch Flughafenchef Lütke Daldrup verkündet eine frohe Botschaft: Die Rauchabzugsanlagen hätten den Sicherheitscheck passiert. Der interne Spitzname für diesen Bauteil: Das Monster.

Auf dem Weg zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 hat der künftige Hauptstadtflughafen (BER) weitere Hürden genommen. Der übergeordnete Sachverständige habe die Rauchabzugsanlagen sowie die Lüftungstechnik im Hauptgebäude sowie den beiden Pavillons für sicher und für den Betrieb zulässig erklärt, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup in Berlin.

"Das Monster ist final gezähmt", sagte er. "Monster" ist der unternehmensinterne Begriff für einen zentralen Abschnitt der Brandschutzanlage, den die Ingenieure jahrelang nicht in den Griff bekamen. Der Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld sollte ursprünglich im Oktober 2011 in Betrieb gehen, nun soll es im Herbst kommenden Jahres so weit sein. Der Zeitplan bis dahin gilt aber weiterhin als eng.

Die Fertigstellung der Brandschutzanlage im Terminal hatte sich immer wieder verzögert. Daneben gibt es diverse Mängel auf dem Gelände, die noch immer beseitigt werden müssen. Die Eröffnung des Flughafens wurde seit dem Baubeginn schon sechsmal verschoben - wegen Baumängeln, Technikproblemen und Managementfehlern.

Neues Gebührenmodell: Leisere Flieger belohnen

Zugleich kündigte der BER-Chef ein neues Gebührenmodell an. Mit Kosten von bis zu 7500 Euro pro Flugbewegung wolle man die Fluggesellschaften zu leiserem Fliegen veranlassen. Das neue Gebührenmodell, das bei jedem Flug den Start- und Landelärm misst, soll leises Fliegen belohnen und lautere Starts und Landungen finanziell bestrafen. "Damit leisten wir Pionierarbeit", erläuterte der BER-Chef.

Bisher seien die Lärmklassen nach Flugzeugtypen und nicht nach tatsächlich verursachtem Lärm geordnet gewesen. "Ein Airbus A 320 war immer in einer Lärmklasse, egal ob sie laut oder leise geflogen sind", sagte Lütke Daldrup. Deshalb habe es sich für die Fluggesellschaften nicht gelohnt, leiser zu fliegen.

Künftig müssten die Airlines nun jeweils 40 bis 7500 Euro für den von ihnen verursachten Lärm bezahlen - je nachdem, welche von elf Lärmklassen sie erreichen. Der Flugzeugtyp Airbus A 320 etwa bewege sich zwischen 100 und 300 Euro. In den Randzeiten von 5 Uhr bis 6 Uhr sowie von 22 Uhr und 24 Uhr sollen die Gebühren deutlich höher ausfallen als in den Kernzeiten.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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