Wirtschaft

Vor der Rekordübernahme Bayer bleibt unter den Erwartungen

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Will den 66-Milliarden-Dollar-Deal bis Anfang 2018 stemmen: Bayer-Chef Werner Baumann.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Bayer-Chef Baumann verfolgt ehrgeizige Ziele: In den verbleibenden Wochen bis zum Jahreswechsel will er die Übernahme von Monsanto in trockene Tücher legen. Für das laufende Jahr kann Bayer den Ausblick bestätigen.

Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat vor der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto weiter mit Schwierigkeiten in seiner Agrarchemiesparte zu kämpfen. Im dritten Quartal stieg der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) insgesamt zwar um 4,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Leverkusener Unternehmen am Morgen mitteilte. Doch in der Agrarsparte schrumpfte der operative Gewinn um 3,5 Prozent auf 307 Millionen Euro.

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Wegen eines unerwartet schwachen Pflanzenschutzgeschäfts in Brasilien hatte sich Bayer zuvor bereits von seinen ursprünglichen Umsatz- und Ergebniszielen für 2017 verabschieden müssen. Die neuen Ziele wurden nun lediglich bekräftigt. Eine neuerliche Anhebung blieb aus.

Der Umsatz stieg von Juli bis September um 1,2 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Ebitda von 2,12 Milliarden bei einem Umsatz von 8,43 Milliarden Euro gerechnet. Das Konzernergebnis belief sich auf knapp 3,9 Milliarden Euro, wobei allein 2,8 Milliarden auf die Entkonsolidierung der Kunststofftochter Covestro zurückgehen. Bayer hatte zuletzt seinen Anteil an Covestro weiter gesenkt und die Kontrolle abgegeben.

Bei der Monsanto-Übernahme sieht sich Bayer auf Kurs. Ein Abschluss der 66 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion werde weiterhin bis Anfang 2018 angestrebt, sagte Bayer-Chef Werner Baumann bei der Vorlage des Quartalsberichts. Bayer arbeite weiter eng mit den Behörden zusammen.

Baumann hält am Ausblick fest

Der umstrittene Mega-Deal würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. In zahlreichen Behörden läuft die Prüfung noch, darunter auch in Europa und den USA.

Vor der geplanten Rekordübernahme bestätigte Bayer die Prognose für das laufende Jahr. Der Umsatz dürfte demnach ohne die ehemalige Kunststofftochter Covestro auf 35 bis 36 Milliarden Euro klettern, bekräftigte Baumann. Der operative Gewinn dürfte leicht über dem Niveau des Vorjahres von 9,3 Milliarden Euro liegen.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa/rts

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