Wirtschaft

Trasse soll Ostafrika verbinden China baut Milliarden-Bahn in Kenia

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Kenia verspricht sich von der Bahnstrecke einen Aufschwung für die ganze Region.

(Foto: REUTERS)

Ein gigantisches Bahn-Projekt soll den Osten des afrikanischen Kontinents verändern. China baut an einer riesigen Bahnstrecke durch die ganze Region. Der erste Abschnitt steht nun vor der Fertigstellung.

Chinesische Konzerne bauen in Kenia an dem wohl größten Infrastrukturprojekt des afrikanischen Landes seit seiner Unabhängigkeit 1963. Eine Eisenbahnstrecke soll Züge von der Hafenstadt Mombasa über die Hauptstadt Nairobi, durch Uganda und Ruanda bis nach Burundi führen. Eine zweite Strecke soll Kenia mit dem Südsudan verbinden. Der erste Streckenabschnitt zwischen Mombasa und Nairobi ist nun nahezu fertig, berichtet der US-Nachrichtensender CNN.

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Männer arbeiten an der Trasse zwischen Nairobi und Mombasa.

(Foto: REUTERS)

Für das afrikanische Land stellt die Bahnstrecke eine gewaltige Investition dar. Chinesische Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit zum Teil große Infrastrukturprojekte auf dem Kontinent angestoßen haben, sicherten sich den Großteil daran. Die staatliche China Road and Bridge Corporation (CRBC) baut die Trasse, finanziert wird das Mega-Projekt von der chinesischen Export-Import-Bank. Rund 90 Prozent der insgesamt 13,8 Milliarden Dollar für den Bau kommen dem Bericht zufolge aus dem Reich der Mitte. Kenia beteiligt sich mit den übrigen zehn Prozent.

Reisezeit sinkt von 12 auf 4 Stunden

Auf der nun beinahe fertiggestellten Strecke sollen Züge zwischen Mombasa und Nairobi mit bis zu 120 Stundenkilometern unterwegs seien, berichtet das "International Railway Journal". Die Reiszeit soll so von 12 Stunden auf vier sinken. Die chronisch überlasteten Straßen sollen entlastet und der Tourismus gefördert werden. Frachtzüge sollen demnach bis zu 25 Millionen Tonnen Fracht zwischen den Städten transportieren können.

Bei der Strecke handelt es sich um die erste ihrer Art in der ganzen Region. Die Investoren versprechen sich von der Verbindung gewaltige wirtschaftliche Folgen für das Land und - durch eine Verlängerung in die Nachbarstaaten - die ganze Region. Kenias Präsident Uhuru Kenyatta verkündete bei der Grundsteinlegung 2013, die Strecke werde nicht bloß Kenia, "sondern ganz Ostafrika verändern".

Derzeit spielt sich in ganz Afrika eine gigantische Bauserie ab. Der Unternehmensberatung Deloitte zufolge wurden 2015 mehr als 130 Milliarden Dollar in Verkehrsprojekte investiert. Bis zum Jahr 2025 sollen weitere 200 Milliarden für das Straßennetz des Kontinents folgen, außerdem sieben Milliarden für Flughäfen. China hat sich bereits bei mehreren Großprojekten auf dem Kontinent Aufträge gesichert.

Quelle: ntv.de, bdk

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