Wirtschaft
Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret sieht keine weiteren gefahren durch die Hypo Alpe Adria.
Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret sieht keine weiteren gefahren durch die Hypo Alpe Adria.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 18. März 2015

Hypo bringt Düssel-Hyp ins Wanken: Dombret: Keine Gefahr für weitere Banken

Am Wochenden muss der Bankenverband einem Mitglied unter die Arme greifen. Die Pleite der österreichischen Hypo Alpe Adria lässt die Düsseldorfer Hypothekenbank Taumeln. Ein Einzelfall, wie die Bundesbank meint.

Nach der Rettung der Düsseldorfer Hypothekenbank (Düssel-Hyp) rechnet die Bundesbank nicht mit Gefahren für weitere Finanzinstitute. "Wir müssen uns keine Sorgen machen um das deutsche Bankensystem", sagte der oberste Bankenaufseher der Bundesbank, Andreas Dombret, bei n-tv. Die Bank durch die Schieflage der inzwischen notverstaatlichten österreichischen Hypo Alpe Adria selbst in Schwierigkeiten geraten.

Es gebe aus seiner Sicht "keine einzige deutsche Bank, egal ob sie nun systemrelevant ist oder ob es sich um ein kleineres Institut handelt, die in ihrer Existenz und in ihrem Bestand gefährdet ist", sagte Dombret weiter.

Die Düssel-Hyp hatte Ende 2013 Hypo-Papiere im Wert von 348 Millionen Euro im Bestand und war dadurch in eine massive Schieflage geraten. Sie musste am Wochenende vom Einlagensicherungsfonds des Privatbankenverbands BdB gerettet werden. Der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken stelle eine entsprechende Garantie, um "akute Risiken" zu beseitigen, hatte der Bundesverband mitgeteilt.

Die österreichische Regierung hatte Anfang März beschlossen, die "Bad Bank" der einstigen Skandalbank Hypo Alpe Adria namens Heta abzuwickeln und sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Davon sind auch deutsche Banken betroffen.

Quelle: n-tv.de