Wirtschaft

Verlust verzehnfacht Easyjet dreht an der Sparschraube

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Easyjet will sparen - Übernahmen von Air Berlin oder Alitalia schließt das Unternehmen aus.

(Foto: REUTERS)

Europäische Fluggesellschaften ächzen unter dem Wettbewerb. Auch Easyjet fährt im ersten Geschäftshalbjahr einen hohen Verlust ein. Die Fluglinie will sparen - indem sie größere Flugzeuge kauft.

Der britische Billigflieger Easyjet spürt den harten Konkurrenzkampf und will an der Kostenschraube drehen. Die Airline kündigte nach einem schwachen ersten Halbjahr an, größere Flugzeuge zu kaufen, um zu sparen.

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Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres verzehnfachte sich der Verlust vor Steuern nahezu auf 212 Millionen Pfund (247 Millionen Euro). Zur Begründung wurde auf das schwache britische Pfund und die Tatsache verwiesen, dass die Oster-Feiertage anders als im Vorjahr in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres fielen. Eine Übernahme der angeschlagenen Rivalen Air Berlin oder Alitalia schließt der nach Ryanair zweitgrößte Billigflieger Europas derweil aus. Die Easyjet-Aktie verlor im laufenden Handel bis zu sechs Prozent.

Der Konzern spürt wie Konkurrenz-Airlines scharfen Wettbewerb und Überkapazitäten in Europa. Deshalb wollen die Briten 30 Airbus-Maschinen vom Typ A321neo bestellen statt 30 des kleineren A320neo. Das soll die Kosten um acht bis neun Prozent drücken.

Trotz des überraschend hohen Verlustes hält Easyjet an seinen Zielen für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern blickt auch optimistisch nach vorn, da sich die Branchenpreise allmählich stabilisierten.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall hofft nach eigenen Worten zwar auf eine Konsolidierung der Branche, weil es dann weniger Kapazität im Markt gebe. Sie betonte bei Vorlage der Zahlen aber zugleich: "Wir werden Alitalia nicht kaufen und wir werden auch Air Berlin nicht kaufen." Die italienische sowie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft kämpfen mit starkem Gegenwind. Der deutsche Branchenprimus Lufthansa zeigte jüngst erneut Interesse an Air Berlin, scheut aber das hohe Kostenniveau der Berliner, deren Schulden und ein Veto der Wettbewerbshüter.

Quelle: ntv.de, mli/rts

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