Wirtschaft

Bundesbank legt Bericht vor Erhöhte Inflation bis weit ins kommende Jahr

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Bei der Inflation sind nach Einschätzung der Bundesbank "ab September bis zum Jahresende vorübergehend Raten zwischen 4 und 5 Prozent möglich".

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Teuerungsrate ist im August mit 3,9 Prozent zuletzt so stark ausgefallen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Experten halten auch fünf Prozent für denkbar. Die Bundesbank rechnet bis weit ins kommende Jahr mit einer höheren Inflation.

Die Bundesbank erwartet bis weit ins kommende Jahr hinein eine erhöhte Inflation in Deutschland. Die Volkswirte der deutschen Zentralbank gehen in ihrem Monatsbericht davon aus, dass ab September bis zum Jahresende vorübergehend sogar Teuerungsraten zwischen 4 und 5 Prozent möglich sein werden.

"Anfang 2022 dürfte sich die Teuerung zwar spürbar ermäßigen, aber bis zur Jahresmitte noch über zwei Prozent liegen", heißt es in dem Bericht weiter. Die Teuerungsrate war wegen steigender Benzin- und Nahrungsmittelpreise im August mit 3,9 Prozent so stark ausgefallen wie seit fast 28 Jahren nicht mehr. Viele Fachleute gehen davon aus, dass sie in den kommenden Monaten wegen Sondereffekten Richtung fünf Prozent anziehen dürfte.

Auch Lieferprobleme sind Preistreiber

Preistreibend wirken auch Lieferschwierigkeiten bei einigen Vorprodukten wie etwa Halbleitern, die in der Folge der Corona-Krise knapp geworden sind. Dies hemmt auch die Entwicklung der Industrie. Die Bundesbank verweist darauf, dass die Industrieproduktion im Juli zwar zum ersten Mal seit vier Monaten wieder stieg. Dies sei aber wohl weitgehend auf die Lage der Sommerferien zurückzuführen.

Insgesamt dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung laut Prognose der Bundesbank im dritten Quartal kräftiger klettern als im Frühjahr mit 1,6 Prozent. Wegen der Lieferkettenprobleme in der Industrie sei jedoch noch nicht damit zu rechnen, dass der Vorkrisenstand aus dem vierten Quartal 2019 bereits wieder erreicht werde.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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