Wirtschaft

Geburt eines Saatgutriesen Gelingt Bayer der Monsanto-Coup?

Hinter vorgehaltener Hand nennen Insider neue Zahlen: Der Dax-Konzern Bayer kann die Amerikaner angeblich mit einem aufgestockten Angebot überzeugen. In trockenen Tüchern liegt das 66-Milliarden-Dollar-Geschäft noch nicht.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht einem Bericht zufolge vor dem Ziel: Im monatelangen Ringen um die Übernahme des Saatgutherstellers Monsanto will demzufolge das Management des US-Konzerns den Deal nun doch unterstützen. Zuvor habe Bayer eine erneute Erhöhung der Offerte auf 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro) signalisiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens.

Entscheidend sei nun, dass der Bayer-Aufsichtsrat der höheren Offerte zustimmt, heißt es in dem Bericht. Die Gespräche dauerten an und der Preis könne sich noch ändern. Bereits am Vortag war laut Bloomberg aus Konzernkreisen durchgesickert, dass Bayer aufstocken und nun rund 129 Dollar je Monsanto-Aktie bieten wolle. Darüber hatte auch die "Rheinische Post" berichtet.

Drei Milliarden Ausfallprämie?

Das aktuell letzte offizielle Angebot liegt bei 127,50 Dollar pro Aktie. Um den Amerikanern die Zustimmung zu erleichtern, wolle Bayer zudem die sogenannte Ausfallprämie verdoppeln, heißt es. Für den Fall, dass die Kartellbehörden dem Deal nicht zustimmen, sei Bayer nun bereit, etwa drei Milliarden Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) an Monsanto zahlen.

Sicher ist noch nichts: Weder Bayer noch Monsanto wollten diese Angaben bislang kommentieren. Bayer hatte im Mai angekündigt, den umstrittenen Biotechnologie-Riesen übernehmen zu wollen. Zunächst bot der Leverkusener Konzern 62 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) für den US-Konzern. Der Monsanto-Deal wäre damit die bislang größte Übernahme durch einen deutschen Konzern im Ausland und würde Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie machen.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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