Wirtschaft

Es geht noch besser Goldmans Blankfein "zufrieden"

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"Wir sind zufrieden mit unserer Leistung im Quartal", so Bankchef Blankfein.

(Foto: picture alliance / dpa)

US-Branchenprimus JP Morgan Chase scheffelt im 1. Quartal 6,5 Mrd. Dollar Gewinn. Privatkunden-Spezialist Wells Fargo verdient 5,2 Mrd. Dollar, die Citigroup 3,8 Mrd. Dollar. Vor allem dank des florierenden Investmentbankings steigen die Gewinne. Goldman Sachs kann dennoch nicht mit der Konkurrenz mithalten.

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Mit Goldman Sachs hat eine weitere US-Großbank zu Jahresbeginn mehr Gewinn erzielt. Das Wall-Street-Haus profitierte dabei von der guten Stimmung an den Kapitalmärkten. Dadurch stiegen eigene Beteiligungen im Wert und Firmen nahmen verstärkt die Dienste der Investmentbanker in Anspruch, um sich durch Aktienverkäufe oder die Ausgabe von Anleihen frisches Geld am Markt zu beschaffen. Der Gewinn von Goldman Sachs stieg im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf unterm Strich 2,2 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro), wie das Geldhaus mitteilte.

"Wir sind zufrieden mit unserer Leistung im Quartal", erklärte Bankchef Lloyd Blankfein. Schon die breiter aufgestellten Rivalen JP Morgan Chase und Citigroup hatten von den gut laufenden Märkten profitiert. Zudem drückte Goldman Sachs ebenso wie die Konkurrenten die Kosten. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 400 auf rund 32.000. Personal ist wegen der hohen Gehälter der größte Kostenblock.

Noch zwei Große fehlen

Goldman Sachs ist neben Morgan Stanley die einzige große Investmentbank an der Wall Street, die die Finanzkrise 2008 als eigenständiges Institut überlebt hat. Das bedeutet: Die Bank hat kein klassisches Filialgeschäft mit Spareinlagen und Krediten. Sie verdient Ihr Geld an den Kapitalmärkten, berät Firmen bei Börsengängen, Finanzierungen oder Übernahmen und verwaltet das Vermögen reicher Privatkunden.

Die Erträge - die gesamten Einnahmen - stiegen um 1 Prozent auf 10,1 Mrd. Dollar. Zu den wenigen Feldern, die schwächer als im Vorjahreszeitraum liefen, gehörte der Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Währungen.  Zu den langjährigen Geschäftspartnern von Goldman Sachs zählt Starinvestor Warren Buffett, der im Herbst auch zu einem Großaktionär aufsteigen wird. Goldman Sachs' hervorstechendste Beteiligung ist diejenige an der chinesischen Großbank ICBC.

Branchenprimus JP Morgan Chase hatte im 1. Quartal 6,5 Mrd. Dollar verdient, Privatkunden-Spezialist Wells Fargo kam auf 5,2 Mrd. Dollar und die Citigroup auf 3,8 Mrd. Dollar. Sie alle profitierten zusätzlich von geringeren Zahlungsausfällen bei Hauskrediten, die Goldman Sachs gar nicht vergibt. 

An diesem Mittwoch legt die Bank of America ihre Geschäftszahlen vor, am Donnerstag folgt Morgan Stanley. Die Deutsche Bank wird ihre Zwischenbilanz am 30. April veröffentlichen.

Quelle: ntv.de, dpa