Wirtschaft

Gut für Yen-Anleihegläubiger Griechenland zahlt Zinsen

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Das Geld ist knapp. Wer kriegt den Rest?

(Foto: dpa)

Griechenland hat offenbar noch etwas Geld zusammengekratzt und begleicht die Zinsen einer in Yen notierenden Staatsanleihe. Im Vergleich zur säumigen IWF-Rate sind es nur ein paar Milliönchen, aber die Institution wird nicht begeistert sein.

Den jüngsten IWF-Kredit hat Griechenland nicht zurückgezahlt, dafür aber jetzt 3,8 Millionen Euro an Zinsen für eine von Privatinvestoren gehaltene und in japanischen Yen ausgegebene Staatsanleihe (WKN XS0078057725). "Wir haben die Kuponzahlung getätigt", sagt ein Regierungsvertreter. Der Bond hat ein Emissionsvolumen von 30 Milliarden Yen, etwa 220 Millionen Euro, der Kupon (Zins) liegt bei jährlich 4,5%. Aktuell notiert die Anleihe bei 51,80 Prozent.

Athen muss in diesem Monat 910 Millionen an Zinsen zahlen, davon allein 695 Millionen Euro an die EZB. Dem IWF ist Griechenland eine Rate von rund 1,5 Milliarden Euro schuldig – das ist das erste Mal, dass ein Industrieland seine Ratenzahlung versäumt hat.

Normalerweise nimmt der IWF für sich die höchste Seniorität unter allen Gläubigern in Anspruch. Heißt: Erst wenn der Währungsfonds sein Geld hat, dürfen andere auch etwas kriegen. Bei der Diskrepanz der Summen ist aber Griechenland offenbar daran gelegen, derzeit zu bezahlen, was noch bezahlbar ist.

Quelle: n-tv.de, sla

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