Wirtschaft

Neue Probleme bei der Bahn ICE Richtung München fällt aus

87297930.jpg

Mehr als 600 Kilometer in weniger als vier Stunden: Die neue Schnellfahrstrecke soll ganz neue Möglichkeiten eröffnen (Archivbild).

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Die frisch eingeweihte Zugverbindung funktioniert noch nicht so wie geplant: Auf der Strecke zwischen Berlin und Bayern kämpft die Bahn nach dem Fahrplanwechsel mit peinlichen Startschwierigkeiten. Ein Frühzug Richtung München muss kurzfristig gestrichen werden.

Auf der Schnellfahrstrecke der Bahn zwischen Berlin und München gab es für Reisenden zu Wochenbeginn eine unangenehme Überraschung: Der ICE, der um 7.38 Uhr in Berlin starten sollte, fiel laut Fahrplanauskunft aus. Zu den Gründen konnte eine Bahn-Sprecherin zunächst noch keine Angaben machen. Die Züge am früheren Morgen fuhren planmäßig. Auch für spätere Verbindungen lagen keine Störungsmeldungen vor.

Auf den 623 Kilometern zwischen Berlin und München über Erfurt können ICE-Züge seit dem Wochenende mit bis zu Tempo 300 fahren. Dadurch verkürzt sich die Fahrtzeit im ICE Sprinter auf unter vier Stunden.

Die Bahn sieht die neue Verbindung auch als Alternative zum innerdeutschen Flugverkehr. Bei der Eröffnungsgala in der Nacht zum Samstag hatte ein Zug mit rund 200 Ehrengästen und Journalisten München wegen diverser Pannen auf der Strecke mehr als zwei Stunden zu spät erreicht.

Am Freitagnachmittag waren zwei ICE-Sonderzüge ohne Verzögerungen im Berliner Hauptbahnhof eingefahren - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel stieg kurz zu. Am Sonntag, dem ersten regulären Betriebstag der neuen Schnellfahrstrecke, hatte sich ein ICE wegen eines technischen Problems stark verspätet.

Auch auf anderen Strecken gab es am ersten Wochentag nach der Umstellung auf den Winter-Fahrplan Probleme. Der Eurocity von Hamburg nach Prag, der um 8.51 Uhr starten sollte, fiel laut Online-Auskunft aus. Auf einer weiteren morgendlichen Verbindung von Hamburg nach Berlin fuhr nur ein Ersatz-Zug. Ein Zug, der in Berlin in Richtung Hamburg startete, war so voll, dass nicht mehr alle Reisenden mitfahren konnten. Von Berlin nach Hannover hatte ein ICE deutlich weniger Wagen als geplant - und es wurde eine hohe Auslastung erwartet.

Wintereinbruch im Schienenverkehr

Auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main können die Züge unterdessen zu Wochenbeginn wieder regulär fahren. Am Sonntag musste die Deutsche Bahn die Trasse wegen des Wintereinbruchs kurzfristig sperren und Fernverkehrszüge umleiten. Spezielle Einsatz-Teams rückten aus, um die Strecke nach witterungsbedingten Schäden abzusuchen.

Reisende mussten daraufhin mit bis zu 40 Minuten Verspätung rechnen. Wie geplant konnte die Bahn die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main zu Wochenbeginn wieder freigeben. Auf einigen Abschnitten gibt es jedoch noch Geschwindigkeitsbegrenzungen. Daher könne es erneut zu Verspätungen kommen, hieß es.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen