Wirtschaft

Ökonomen hatten anderes erwartet Ifo-Index fällt überraschend

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Beim Neubau einer Brücke in Berlin.

(Foto: dpa)

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen trübt sich im August ein. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fällt deutlich auf 106,2 Punkte von 108,3 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilt.

Die Stimmung der deutschen Manager hat sich im August überraschend eingetrübt. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fiel deutlich auf 106,2 Punkte von 108,3 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 7000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten einen Anstieg des wichtigsten Frühindikators für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft auf 108,5 Zähler erwartet.

"Die deutsche Konjunktur fällt in ein Sommerloch", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmenschefs beurteilten sowohl die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate schlechter als zuletzt als auch die Lage.

Im Juli war der Ifo-Index nach dem Brexit-Votum gefallen. Die Briten hatten Ende Juni entschieden, dass ihr Land die Europäische Union verlassen soll. Experten fürchten, dass Großbritannien dadurch in eine Rezession rutschen könnte. Auch die deutschen Exporteure müssen dann mit Geschäftseinbußen rechnen, ist das Land doch einer ihrer wichtigsten Kunden.

Dax gibt nach

In seiner ersten Reaktion legte der Dax ein Minus von 40 Punkten hin. "Da ist genau das eingetreten, was wir befürchtet hatten", sagte ein Händler. Schon der Index aus Belgien vom Vortag habe gezeigt, dass die Erwartungen nach den Einkaufsmanager-Indizes und dem ZEW-Index zu hoch gewesen seien. "Da ist ja nicht nur der ifo-Gesamtindex gefallen, sondern auch die Lagebeurteilung und auch noch die Erwartungen", sagt ein anderer Händler. Dies sehe eher so aus, als sei der Index "toppy", habe also sein Hoch hinter sich gelassen. Dazu passe, dass konjunktursensible Aktien europaweit deutlich nachgeben.

Quelle: ntv.de, ppo/rts

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