Wirtschaft

Abschwung dürfte sich fortsetzen Kanzleramt rechnet mit Rezession

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Dunkle Wolken über Frankfurt: Das Bundeskanzleramt rechnet auch im dritten Quartal mit einem Wirtschaftsabschwung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem bereits die Bundesbank einen Rückgang der Konjunktur nicht ausschließt, kommt das Bundeskanzleramt laut einem Bericht nun zu einer ähnlichen Einschätzung. Demnach sagen Merkels Experten, im kommenden Quartal zeichne sich eine "technische Rezession" ab.

Das Bundeskanzleramt erwartet für dieses Jahr laut einem Medienbericht einen fortgesetzten Abschwung der deutschen Wirtschaft. "Für das dritte Quartal zeichnet sich abermals ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts und damit eine technische Rezession ab", heißt es in einer Vorlage des Kanzleramts, aus der der "Spiegel" vorab zitiert.

Im zweiten Quartal war das deutsche Bruttoinlandsprodukt bereits um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Die Experten von Kanzlerin Angela Merkel rechnen nun für die Zeit von Juli bis Oktober mit einem ähnlichen Rückgang, so das Magazin. Eine Reihe von Frühindikatoren deute auf eine weiter schwache Industriekonjunktur hin.

Altmaier will Abschwung verhindern

Allerdings erwarte das Kanzleramt keine gravierende Krise der deutschen Wirtschaft - unter der Bedingung, dass "die Handelsauseinandersetzungen nicht eskalieren und es zu keinem ungeregelten Brexit kommt". Daher gebe es "keinen Anlass" für kurzfristige konjunkturstabilisierende Maßnahmen. Für das Gesamtjahr sei mit einem minimalen Wachstum zu rechnen. Von einer technischen Rezession sprechen Ökonomen, wenn das BIP zwei Quartale in Folge geschrumpft ist.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte zuvor, dass sich Deutschland nicht in einer Rezession befände. Ein Anliegen der Bundesregierung sei, eine Rezession nicht herbeizureden. "Es ist jetzt an der Zeit, mit kluger Wachstumspolitik wieder für mehr Wachstum zu sorgen", so die Sprecherin.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will laut Spiegel einen Wirtschaftsabschwung verhindern, indem er vor allem den Mittelstand entlastet. "Staatskunst ist, eine Rezession zu vermeiden - mit Entlastungen für Bürger und Mittelstand und einem umfassenden Bürokratieabbau", sagte Altmaier.

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Quelle: n-tv.de

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