Wirtschaft

Aufstieg zum zweitgrößten Spielzeughersteller der Welt Lego baut auf und in China

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Übergroße Figut aus dem Lego-Erfolgssystem "Legends of Chima". Besonders in Asien ein Verkaufsschlager.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Europa kennt die bunten Bausteine aus Dänemark fast jeder. Auch in Asien spielen immer mehr Menschen damit und bescheren dem Lego-Konzern einen Umsatz- und Gewinnschub. Der ist so groß, dass das Familienunternehmen weltweit einen Sprung nach vorn macht.

Mit "Legends of Chima" ist der dänische Spielzeughersteller Lego zum nach eigenen Angaben zweitgrößten Spielzeughersteller der Welt aufgestiegen. Die erst in diesem Jahr erschienene Themenwelt mit Tierfiguren in dem fiktiven Land Chima ist vor allem in Asien ein Erfolg, wie Lego mitteilte. Auch die Mädchen-Serie "Friends" entwickelte sich laut Lego überdurchschnittlich.

In Asien verkaufte Lego im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 35 Prozent mehr Spielwaren. In Europa waren es 8 Prozent. Der Konzernumsatz kletterte um 13 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Kronen (1,39 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg um 18 Prozent auf 2,38 Milliarden Kronen.

Konzernchef Jørgen Vig Knudstorp sprach mit Blick auf den weltweiten Spielzeugmarkt von einem "sehr zufriedenstellenden Ergebnis". Lego habe jetzt einen Marktanteil von 8,8 Prozent und damit den bisherigen Zweiten, den US-Konzern Hasbro, überholt. Nummer eins bleibt Barbie-Hersteller Mattel aus den USA.

China fest im Blick

Die Geschäfte in Europa, in Nordamerika und in Japan seien Anfang des Jahres schleppend verlaufen, hätten dann aber vor allem in den asiatischen Schwellenländern zugelegt, so Lego. Dort wächst der Markt derzeit mit Raten von über 50 Prozent. Im März hatte Lego - zusätzlich zu Werken in Dänemark, Ungarn, der Tschechischen Republik und in Mexiko - den Bau einer Fabrik in China angekündigt

Ab 2017 will der Spielwarenhersteller seine Steinchen für den asiatischen Markt im Reich der Mitte herstellen. Im kommenden Jahr startet der Bau einer Fabrik in der Millionenstadt Jiaxing, wo später 2000 Mitarbeiter arbeiten sollen.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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