Wirtschaft

"Die Suche läuft" Lieferdienst Eismann steht zum Verkauf

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Liefern lassen, statt einkaufen gehen. Nach eigenen Angaben beliefert Eismann eine Million Menschen in Deutschland.

Eismann/Presse

Durch Online-Anbieter wie Rewe und Amazon dringt Konkurrenz auf den Markt der Lieferdienste. Noch ist Eismann Nummer zwei der Tiefkühlkost-Branche, doch das Unternehmen sucht bereits nach einem neuen Mehrheitseigentümer.

Der Tiefkühlkost-Lieferdienst Eismann steht zum Verkauf. Es gebe bereits drei ernsthafte Interessenten, berichtete ein Firmensprecher. Der Verkaufsprozess solle bis spätestens Sommer 2019 abgeschlossen sein. "Die Suche nach einem neuen Mehrheitseigentümer für Eismann läuft", sagte Frank Hoefer, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens der "WirtschaftsWoche".

Eismann gilt als Nummer Zwei hinter Bofrost im hart umkämpften deutschen Markt für Tiefkühlkost-Lieferungen. Das Geschäft sei jedoch in den vergangenen Jahren schwierig geworden, berichtete die "Lebensmittel Zeitung" unter Berufung auf Branchenexperten. Denn neue Online-Anbieter wie Rewe und Amazon sicherten sich immer größere Stücke des Marktes und setzen die etablierten Heimlieferdienste unter Druck.

Zuletzt hatte Eismann getestet, die eigenen Tiefkühlwaren in Supermärkten an den Mann zu bringen. Man wolle auch Verbraucher erreichen, die nicht an einer Belieferung interessiert seien, oder die keine Zeit hätten, die Ware entgegenzunehmen, hieß es dazu bei Eismann. Der Versuch blieb größtenteils unbemerkt, um die eigenen Auslieferer nicht zu verärgern, da diese selbständig auf Provisionsbasis arbeiten.

Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit knapp eine Million Kunden im deutschsprachigen Raum beliefert. Eismann beschäftigt in Deutschland 700 Mitarbeiter, dazu sind über 1000 selbstständige Fahrer für das Unternehmen tätig.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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