Wirtschaft

Fox-Chefposten abgegeben Murdoch leitet Generationswechsel ein

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Komplett wird dich Murdoch nicht zurückziehen.

(Foto: dpa)

Rupert Murdoch hat über Jahrzehnte eines der mächtigsten Medienimperien der Welt aufgebaut. Loszulassen und den Stab an seine Söhne zu übergeben, fällt ihm schwer. Mit 84 macht er einen ersten Schritt.

Mit 84 Jahren beginnt einer der einflussreichsten Medienunternehmer der vergangenen Jahrzehnte seinen Rückzug aus dem aktiven Tagesgeschäft vorzubereiten - zumindest teilweise mit einem Schritt. Der US-Sender CNBC berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen in Murdochs Fernsehimperium 21st Century Fox, dass sich der Patriarch als CEO zurückziehen und diesen Posten an seinen Sohn James übergeben wolle.

Die Entscheidung soll demnach bald bekannt gegeben werden. Unklar ist, wann die Staffelübergabe vollzogen werden soll. Dies könne noch in diesem oder aber Anfang kommenden Jahres erfolgen. Offensichtlich ist dagegen, dass Murdoch senior keinesfalls die Kontrolle über den Konzern vollständig an die nächste Generation abgeben will. Dem Bericht zufolge will er Chairman bleiben - das entspricht ungefähr einem Aufsichtsratsvorsitzenden in einer deutschen Gesellschaft, während der CEO eher die Aufgaben eines Vorstandschefs hat. Murdochs ältester Sohn Lachlan soll den Titel eines Co-Chairmans erhalten.

Zu 21st Century Fox gehören unter anderem der Nachrichtensender Fox News und weitere US-Fernsehkanäle, Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften sowie ein Anteil am europäischen Sender Sky. Neben dem Fernsehkonglomerat besitzt Murdoch die News Corp, zu der zahlreiche Zeitungen in den USA, Großbritannien und Australien gehören. Das Unternehmen geriet unter anderem wegen eines Abhörskandals in Großbritannien in die Schlagzeilen. News Corp führt der 84-jährige Patriarch als CEO und Chairman nach wie vor selbst.

Umstritten ist der als konservativ bekannte Murdoch auch, da er durch seine vielen Medien auf dem britischen und vor allem auf dem australischen Markt eine große Meinungsmacht besitzt. Kritiker werfen ihm vor, diese zur Unterstützung ihm liebsamer, konservativer Politiker zu missbrauchen.

Quelle: n-tv.de, mbo

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