Wirtschaft

"Bahnbrechende Eigenschaft" Musk kündigt einen Tesla-Pickup an

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Hat viel vor: Elon Musk.

(Foto: REUTERS)

Man wächst mit seinen Aufgaben. Davon scheint Tesla-Chef Elon Musk überzeugt zu sein - und stellt in Aussicht, bald Ford mit einem Elektro-Pickup Konkurrenz zu machen.

Während die Produktion des Hoffnungsträgers Model 3 schleppend anläuft, verbreitet Tesla-Chef Elon Musk weiter Optimismus - und verspricht, bald einen Pickup zu bauen. Die Fertigung solle direkt nach dem Model Y beginnen, twitterte Musk in einer Unterhaltung mit Tesla-Fans. "Habe Kernelemente von Design und Technik seit fast fünf Jahren in meinem Kopf. Ich brenne darauf, es zu bauen."

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Bei dem Model Y handelt es sich um einen batteriebetriebenen Crossover-SUV, der für die breite Kundschaft erschwinglich sein soll. Die Baureihe soll nach den Vorstellungen Musks 2019 in die Produktion gehen. Der noch namenlose Pickup soll dann 2020 kommen.

Die Größe des Pickups werde mit dem F-150 Pickup von Ford vergleichbar oder "etwas größer" sein, "um einer (wie ich glaube) bahnbrechenden Eigenschaft Rechnung zu tragen, die ich gerne hinzufügen würde", twitterte Musk. Um was für eine Eigenschaft es sich dabei handelt, erklärte Musk allerdings nicht.

Skeptische Analysten

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Der F-150.

(Foto: REUTERS)

Pickup-Verkäufe sind eine riesige Einnahmequelle für Ford und General Motors und der F-150 ist der meistverkaufte Truck in den USA.

Musk spricht seit einigen Jahren über einen Elektro-Pickup. "Wenn man die mit Benzin gefahrenen Meilen größtenteils ersetzen will, muss man sich anschauen, was Leute kaufen", sagte er im November 2013. Und das sei der F-150. "Wenn Leute sich für dieses Auto entscheiden, dann müssen wir so ein Auto liefern."

Während Fans Musks Aussagen zum Pickup bejubelten, blieben Analysten skeptisch. Der Konzern aus Palo Alto in Kalifornien hat schon häufiger große Versprechen gegeben, die er in der Realität nicht halten konnte.

Tesla hat im vergangenen Quartal einen Verlust von 619 Millionen Dollar erwirtschaftet und verbrennt fast eine halbe Million Dollar pro Stunde. Während der Autohersteller mit Produktionsproblemen kämpft, fachte Musk die Euphorie an der Börse jüngst mit neuen Ankündigungen an.

So sprach er von einem leistungsfähigen E-LKW und einem superschnellen Roadster, nachdem Tesla den größten Quartalsverlust seiner Geschichte veröffentlicht hatte. Und nun belässt er es nicht bei dem Pickup-Versprechen. Er kündigte außerdem für die kommenden Monate an: ein verbesserte Navigationssystem, ein Upgrade des im Auto eingebauten Browsers und Updates des Autopilot-Systems.

Quelle: n-tv.de, jga/DJ

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