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Anlegen in Krypto - gewusst wie! So funktionieren Bitcoin-ETFs

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Bitcoin ETFs haben einen großen Vorteil: Sie können nicht gehackt werden.

(Foto: picture alliance / AA)

Ein neuer Bitcoin-ETF, der an die Kursentwicklung des Bitcoin gekoppelt ist und seit dieser Woche in New York gehandelt wird, löst Krypto-Fieber aus. Der sogenannte Bito-Fonds hebt gleich zum Start ab. Das sollten Anleger über die neue Geldanlage wissen.

Warum sind Bitcoin-ETFs gerade so ein wichtiges Gesprächsthema?

Bitcoin-ETFs sind in aller Munde, denn gestern startete der erste Bitcoin-Indexfonds an der New Yorker Börse. Die US-Börsenaufsicht SEC hat den Start dieses Mal nicht verhindert. Das ist ein wichtiges Zeichen, denn bislang hat die Behörde sämtliche Anträge abgelehnt oder noch nicht über sie entschieden. Noch in diesem Monat könnten drei weitere Bitcoin-ETFs an den Start gehen. Angesichts dieser Aussichten hat der Bitcoin-Kurs zuletzt stark zugelegt.

Was sind Bitcoin-ETFs überhaupt?

Mit Bitcoin-ETFs können Anleger auf den Kurs der Kryptowährung wetten, ohne selbst Bitcoin kaufen und aufbewahren zu müssen. Der erste ETF, der nun zugelassen wurde, ist einer, der in Bitcoin-Futures investiert und nicht in Bitcoin selbst - das ist auch der Grund, warum sich die US-Börsenaufsichtsbehörde hier offener zeigt als bislang. In den USA gab es Bitcoin-ETFs bisher noch nicht, dafür aber in anderen Ländern wie zum Beispiel in Kanada.

Wie funktionieren sie?

Die neuen Bitcoin-ETFs werden sich wohl nicht auf den aktuellen Kurs des Basiswerts beziehen, sondern auf Bitcoin-Futures, also den künftigen Wert der Währung. Der ETF bildet nämlich Termingeschäfte ab, bei denen sich ein Käufer verpflichtet, eine Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis anzunehmen. Der ETF enthält im Grunde Bargeld und ein Derivat, das dafür sorgt, dass das Bargeld mit dem Bitcoin-Preis zu- oder abnimmt und so die Wertentwicklung widerspiegelt. Es kann durchaus vorkommen, dass der ETF schnellen Kursentwicklungen wie zum Beispiel einer kurzzeitigen Rallye nicht hinterherkommt.

Wer bietet diese ETFs an?

Der Anbieter, dessen ETF nun an den Start gegangen ist, ist Proshares. Der amerikanische Anbieter von börsengehandelten Spezialprodukten hatte bereits einen Versuch unternommen, einen Ether-ETF zu starten. Der ETF firmiert unter dem Ticker BITO. Weitere heiße Kandidaten sind die ETFs von Invesco und Valkyrie.

Welche Vor- und Nachteile haben Investments in den neuen Bitcoin-ETF?

Ein Vorteil ist die Sicherheit: Wer selbst direkt Bitcoin kauft, kann gehackt werden oder das nötige Passwort verlieren, und damit auch die Bitcoin selbst. Das macht den ETF attraktiv: Hier müssen Anleger sich um die Verwahrung nicht kümmern. Laut Bloomberg wurden allein in den ersten zwei Stunden am Dienstag bei dem neuen ETF zwölf Millionen Anteile im Wert von 480 Millionen Dollar gehandelt. Ein großer Nachteil: Für die einfachere Anlage zahlt man auch, der ETF ist teuer. Die Gebühren sind niedriger, wenn Anleger direkt in Bitcoin investieren. Dann profitieren sie auch direkt von Gewinnen.

Warum haben die ETFs so einen großen Effekt auf den Kryptomarkt?

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Bitcoin-ETFs könnten einem ganz neuen Anlegerkreis einen Zugang zu Kryptowährungen ermöglichen, dazu zählen sowohl Privatanleger als auch Investoren und Pensionsfonds. Denn vielen ist es bislang zu risikoreich, selbst Krypto-Assets zu lagern. ETFs bieten einen bequemen Zugang - der dazu noch von der US-Börsenaufsichtsbehörde abgesegnet und kontrolliert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Capital.de.

Quelle: ntv.de

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