Wirtschaft

Rekordstand seit 2010 So vermögend ist der deutsche Staat

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Um fast 30 Milliarden Euro legt das Finanzvermögen des Staates zuletzt zu.

(Foto: imago images/CHROMORANGE)

Das Finanzvermögen des deutschen Staats wächst weiter - im vergangenen Jahr kommen fast 30 Milliarden Euro hinzu. Insgesamt haben Bund, Länder und Gemeinden fast eine Billion Euro auf der hohen Kante. Ein Bundesland kann im vergangenen Jahr besonders stark zulegen.

Das Finanzvermögen des deutschen Staates ist dank wachsender Steuer- und Beitragseinnahmen spürbar gestiegen. Der Bestand an Bargeld, Einlagen, Wertpapieren, Ausleihungen sowie sonstigen Forderungen summierte sich Ende 2018 auf 963,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 3,1 Prozent oder 28,6 Milliarden Euro mehr als Ende 2017. Damit wurde der höchste Wert seit Beginn der Berechnungen 2010 erreicht. Dem stehen allerdings auch Schulden von knapp zwei Billionen Euro gegenüber.

Allerdings hat sich das Vermögen des Bundes 2018 um 16,1 Milliarden Euro auf 322,2 Milliarden Euro verringert, was einem Minus von etwa fünf Prozent entspricht. "Diese Entwicklung ist insbesondere durch den starken Portfolioabbau bei der sogenannten 'Bad Bank' FMS Wertmanagement AöR bestimmt", erklärten die Statistiker.

Alle anderen Bereiche des öffentlichen Gesamthaushalts haben zu der insgesamt positiven Entwicklung beigetragen. Die Länder konnten Ende 2018 über 16,9 Milliarden Euro mehr verfügen als im Vorjahreszeitraum. Der Wert erhöhte sich insgesamt um 7,3 Prozent auf 247,5 Milliarden Euro.

Bayerns Vermögen steigt massiv

In den einzelnen Ländern verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während Bayern mit plus 41 Prozent den größten Anstieg verzeichnete, sank das Vermögen in Niedersachsen am meisten mit minus 9,1 Prozent. Grund für den starken Anstieg in Bayern war ein neu in den Berichtskreis der Finanzvermögensstatistik aufgenommener Extrahaushalt. Ohne diesen Extrahaushalt wäre das Vermögen in Bayern nur um 4,9 Prozent gestiegen.

Die Gemeinden und Gemeindeverbände konnten ihr Vermögen um 11,2 Milliarden Euro auf 218,4 Milliarden Euro steigern. Die Sozialversicherung verfügte Ende 2018 über ein Vermögen beim nicht-öffentlichen Bereich von 175,7 Milliarden Euro - 16,6 Milliarden Euro mehr als Ende 2017, ein Plus von mehr als zehn Prozent.

Quelle: ntv.de, kst/rts/AFP