Wirtschaft

Europas Arbeitsmarkt im Blick Tschechien schlägt Deutschland

Wie steht es um die Konjunktur in Europa? Ein Blick auf die Job-Daten zeigt, wie groß die regionalen Unterschiede ausfallen. Neben Griechenland kämpfen auch die Euro-Wirtschaftsmächte Nummer Zwei, Drei und Vier gegen horrend hohe Arbeitslosenquoten.

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum hat zum Jahreswechsel den tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht. Die Erwerbslosenquote betrug im Januar im Schnitt 7,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat auf Basis der aus den Mitgliedstaaten gemeldeten Daten mitteilte.

Niedriger lag die Quote innerhalb der Eurozone zuletzt im Oktober 2008. Die leichte Aufhellung zum Vormonat musste allerdings revidiert werden. Der ursprünglich für Dezember 2018 gemeldete Stand von 7,9 Prozent wurde auf 7,8 Prozent korrigiert. Über alle EU-Staaten hinweg fällt die Arbeitslosenquote niedriger aus: Hier kommen die Eurostat-Statistiker aktuell auf einen Erwerbslosenanteil von 6,5 Prozent.

Die Situation an den europäischen Arbeitsmärkten hat sich zuletzt insgesamt entspannt. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote im Euroraum noch bei 8,6 Prozent. Im Januar 2019 waren im Euroraum 12,85 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das waren 23.000 Menschen weniger als im Vormonat und 1,23 Millionen weniger als im Vorjahr.

Ein Blick auf die Karte jedoch zeigt, wie groß die regionalen Unterschiede in Europa ausfallen:

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In Frankreich - immerhin der zweitgrößten Wirtschaftsmacht des Währungsgebiets - liegt die Arbeitslosenquote weiter knapp unter der 9-Prozent-Schwelle. Italien, die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft, liegt knapp über zehn Prozent. In Spanien, dem viertstärksten Euro-Land, sind sogar mehr als 14 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ohne tragfähiges Einkommen.

Schlusslicht in Europa bleibt nach wie vor der Arbeitsmarkt in Griechenland. Dort liegt die Arbeitslosenquote Schätzungen zufolge weiter über der Marke von 18 Prozent. Europäischer Spitzenreiter ist Tschechien, wo mit einer Quote von 2,1 Prozent nicht mehr viel bis zur Vollbeschäftigung fehlt.

Für Deutschland weisen die Luxemburger Statistiker eine Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent aus. Damit liegt die Bundesrepublik deutlich unter dem EU-weiten Durchschnitt. Die Bundesagentur für Arbeit, die einer eigenen Berechnungsmethode folgt, kam für Januar dagegen auf eine deutsche Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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